Demeter Baden-Württemberg
11. Dezember 2017
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Gartenfragen
Hier finden Sie interessante Fragen der Leser/innen des Gartenrundbriefs mit Antworten der Redaktion. Sie können Themen über die "Suche" finden oder in den einzelnen Rubriken nachschlagen.

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Blumengarten

Bio-Dünger für Balkonpflanzen

Frage: Wie werden Balkon- und Kübelpflanzen am besten biologisch gedüngt?

Antwort: Als Alternative zu mineralischen Blumendüngern können Schafwollpellets eine gute Alternative sein. Sie besitzen einen hohen Stickstoffgehalt (11%)und zersetzen sich nur langsam, wirken also wie ein Depotdünger. Am besten ist es, wenn sie beim Pflanzen der Kästen direkt in die Bio-Erde gegeben werden.

Schafwollpellets enthalten dazu Kalium (4 bis 6 %), geringe Mengen Phosphor (bis 0,17 %), rund 2 % Schwefel und Magnesium. Ihr pH-Wert liegt bei 8,8. Schafwollpellets können bis zum 3,5fachen des Eigengewichts Wasser aufnehmen. Das heißt, sie wirken zusätzlich als Wasserspeicher. Die Pellets sind sehr ergiebig (Blumen: 10 g/Liter Erde, Gemüse: 50 bis 150 g/m2) und dadurch günstig. Der organische Dünger wird aus deutscher Schafwolle hergestellt und ist für den Demeter-Anbau zugelassen. Schäfer können heutzutage nur noch einen geringen Teil ihrer Wolle verkaufen. Deshalb sind die Pellets, bei denen auch grobe und verunreinigte Wolle mit verarbeitet wird, eine alternative Absatzmöglichkeit für die wichtigen Landschaftspfleger. Ein weiteres Plus: Der Dünger stammt von lebenden und gesunden Tieren. Bezugsquelle:
BasicFoods-naturbelassene Produkte,
Albrecht-Thaer-Str. 14, 09117 Chemnitz,
Tel. 0371/3589007, www.duengepellets.de

oder nur direkt bei
Rötberghof, Klaus Mebus, Hauptstr. 36, 74423 Obersontheim, Tel. 07973/910380, Roetberghof@t-online.de



Gemüsegarten

Bezugsquelle Biologisch-Dynamischer Präparate

Frage: Wo bekomme ich die Biodynamischen Kompostpräparate und Spritzpräparate Hornmist/Hornkiesel?

Antwort: Da die Anwendung der Präparate etwas mit der Demeter Philosophie zu
tun hat, wäre es gut, sich vorher damit zu beschäftigen, anstatt sie nur nach Gebrauchsanweisung anzuwenden. Jedes Jahr gibt es dafür bei Demeter Baden-Württemberg und beim Demeter e.V. (www.demeter.de) Anfang des Jahres Einführungskurse.

Die Präparatezentrale, bei der die Präparate bestellt werden können, veranstaltet dazu
zweimal im Jahr Präparatekurse. Die genauen Termine bitte dort erfragen:

Brunnenhof Mäusdorf, CvW KG
Biologisch-dynamische Präparatezentrale
Hohestraße 25
74653 Künzelsau
Tel. 07940/2230
Fax07940/4911
c.v.wistinghausen@t-online.de
www.praeparatezentrale.de


Außerdem gibt es einen Onlineshop bei:
Biologisch-dynamische Präparate GbR
von Bonin und Steiner
Hof Eichwerder 1
23730 Schashagen
Tel. 04561/558229, Fax 526685
www.biodynamische-praeparate.de



Material zum Lagern der Biodynamischen Präparate

Frage: Welche Fasern eignen sich am besten zum Lagern der Präparate?

Antwort: Dr. Uli Johannes König empfiehlt Kokosfasern anstatt Torf. Sie würden die Vitalkräfte der Präparate sehr gut erhalten. Außerdem isoliere Kokos besser als Torf die Strahlungskraft und schont dazu noch die Moore. Wichtig: Die Kokosfaser muss unbehandelt sein.
Preis für 10 Liter (reicht für eine Präparatekiste): 8,-- EUR, 20 Liter: 15,-- EUR, 50 Liter: 28,-- EUR zzgl Mwst. und Versand beim Forschungsring e.V., Tel. 06155/84210, info@forschungsring.de



Lagerzeiten der Biodynamischen Präparate

Frage: Wie lange können die Biodynamischen Präparate gelagert werden?

Antwort: Dr. König vom Forschungsring für Biodynamische Wirtschaftsweise gibt folgende Lagerzeiten an:
● Hornmist 5 bis 10 Jahre
● Hornkiesel unbegrenzt im Glas am Licht aufbewahrt
● Kompostpräparate: bis 5 Jahre, wenn richtig gelagert wird
Die Lagerung müsse frei von Verunreinigungen, Schädlingen, Schimmel und Fäulnis in Glas-, Ton- oder Kupfergefäßen erfolgen, die allseitig von einer Isolierschicht aus Torf oder Kokosfaser umgeben sind. Kokos isoliere die Strahlungskraft besonders gut.


Kranzfäule bei Winterendivien

Frage: Ich hatte damit letztes Jahr große Probleme. Die Fäule fraß sich sehr schnell von außen nach innen, so dass nur noch die gelben Herzblätter zu verwenden waren. Anfangs hatten sich die Pflanzen sehr gut entwickelt, begannen aber im Endstadium zu faulen. Ich glaube alle Arbeiten und Maßnahmen berücksichtigt zu haben: nährstoffreiche Komposterde mit den Biodynamischen Präparaten angesetzt, Gesteinsmehl, zwei Hornmistspritzungen, zweimal Hornkiesel vormittags und zum Ausreifen einmal nachmittags, zusätzliche Düngung mit zehnprozentiger Pflanzenjauche aus Beinwell.

Antwort: Kranzfäule tritt sehr häufig in Endivien auf, speziell bei Frisée. Es ist ein lokaler Calcium(Ca)-Mangel. Meistens ist er nicht im Boden, sondern ensteht durch eine unterbrochene Ca-Zufuhr bei unregelmäßiger Wasseraufnahme. Die Pflanze ist auf eine ständige Ca-Aufnahme mit dem Wasserstrom angewiesen. Wird er unterbrochen, ist auch die Ca-Aufnahme unterbrochen, speziell in den am weitesten entfernten Zellen - also in den Blatträndern, die dann absterben. Die gestörte Wasserzufuhr kann unterschiedliche Gründe haben:
1. Wassermangel im Boden durch Trockenheit. Die Wurzeln wachsen schlecht an oder gehen nicht in die Tiefe.
2. In einer Schlechtwetterperiode mit hoher Luftfeuchtigkeit kann die Pflanze nicht verdunsten, also auch kein Wasser und damit Ca aufnehmen.
3. Bei plötzlich stechendem Sonnenschein mit hoher Verdunstung kommen die Wurzeln so schnell nicht mit. Das ist speziell im Gewächshaus ein Problem.
Ca-Mangel wird auch durch ein hohes Stickstoff-Angebot und einem hohen Kalium- und Magnesium-Gehalt im Boden gefördert. Dazu spielt der pH-Wert (sollte über 6 sein) eine Rolle. Auch eine schlechte Bodenstruktur oder ein hoher Salzgehalt sind problematisch. Zum Beispiel ist ein guter, nährstoffreicher Kompost salzhaltig. Wenn er in der üblichen Verdünnung ausgebracht wird, ist das gut. Es kann aber auch zu viel werden, was in Gewächshäusern nach einigen Kulturjahren fast die Regel ist. Die Endiviensorten sind verschieden anfällig. Bei der Kranzfäule sterben die Ränder der Blätter gleichen Alters ab. Meistens nicht die alten Blätter, da sie schon stabil sind. Und auch nicht die ganz jungen Blättern, da sie bei Mangelversorgung noch am ehesten bedient werden. So entsteht der Kranz im mittleren Bereich. Bei Nässe fängt er bald an zu faulen.
Flora Eisenkolb (Demeter-Gartenbauberaterin i. R.)


Schnecken

Frage: Was tun gegen Schnecken?

Antwort: Ich bekämpfe die Schnecken in meinem Garten nicht mehr. Ich weiss, dass auch sie eine Funktion haben, auch wenn sie in Massen auftreten und manches Gemüse vernichten. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass mir die Schnecken so viele Pflanzen übrig lassen, wie ich gerade verwerten kann und brauche. Manche Pflanzen wuchsen sogar nach Schneckenfraß kräftiger und schneller (siehe Beitrag im Gartenrundbrief 6/2007, S.4).

Im GR 2/2007 habe ich einen größeren Artikel über Schnecken veröffentlicht und im GR 3/2005 einen Artikel zum Thema: Schnecken mögen keinen Hornkiesel.

Wenn ich Gemüseabfälle habe, lege ich sie an die Stellen, wo gerade viele Schnecken fressen. Das lenkt sie ab und verschont mir wichtige Pflanzen.

Sind mir die Schnecken doch einmal zu viele, sammle ich sie bei Nacht mit der Taschenlampe und trage sie auf den Kompost oder weiter weg aus den Garten. Auf jeden Fall töte ich sie nicht.



Weiße Fliege

Frage: Wie kann ich Weiße Fliegen vergrämen?

Antwort: von zwei Gartenrundbrief-Lesern

Gegen die Weiße Fliege im Gewächshaus bin ich einem Rat gefolgt und habe zwei Pfefferminzpflanzen angepflanzt. Ich habe keine einzige Weiße Fliege mehr dort. Man muss nur aufpassen, dass sich die Pflanzen nicht zu sehr ausdehnen! Leider funktioniert es im Freien nicht so gut.
E. H-D.
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Der Duft der Giftbeere „Nicandra physaloides“ (einjährig, blau blühend) vertreibt die weiße Fliege bis auf ein erträgliches Maß. Frühzeitig an Blütentagen aussäen und rechtzeitig Samenkapseln entfernen, da sich die Pflanzen rasant vermehren. Nicandra wird fälschlicherweise auch Ballonblume genannt.
C. und R. W.



Meerrettich nur in kleinen Mengen verarbeiten

Frage: Ich habe mich sehr über die in dem Meerrettich-Artikel (GR 6/2014) enthaltenen Informationen gefreut, bin aber erstaunt, dass die Autorin die Gefahren des Einatmens von Meerrettichdämpfen nicht erwähnt hat. Ich möchte dazu meine Erfahrung schildern. Vor einigen Jahren habe ich in der englischen Zeitschrift "The Organic Way" (Hauszeitschrift der Bio-Organization "Garden Organic" - früher "Henry Doubleday Research Association") gelesen, dass die Dämpfe von Meerrettich auch den Tod herbeiführen könnten, wenn man nicht aufpasst. Weil ich die darin abgedruckten Rezepte zur Haltbarmachung von Meerrettich in Gläsern ausprobieren wollte, habe ich eine Wurzel im Mixer zerkleinert. Bevor ich den Deckel aufmachte schob ich den Behälter so weit weg von mir wie möglich, konnte aber leider nicht verhindern, dass die entwichenen Dämpfe mir in die Nase stiegen. Es wurde sofort um mich herum dunkel. Ich kam mir wie ohnmächtig vor, und es dauerte eine Weile bis ich zu mir kam - glücklicherweise. Seitdem habe ich mich nicht mehr getraut Meerrettich zu reiben, sondern kaufe fertige Demeter-Zubereitungen im Glas. Die Autorin schreibt zum Schluss ihres Artikels: "Bei starker Verschleimung der Nase und Nebenhöhlen hilft bereits das Einatmen des frisch geriebenen Meerrettichs und schafft Erleichterung." Hier wäre eine Warnung angebracht gewesen, damit es niemanden so geht wie mir damals.
C.H.

Antwort: Keine, siehe oben.


Bio-Grabgabel

Frage: Wo gibt es die Bio-Grabgabel zu kaufen?

Antwort: Sie heißt auch Doppelgrabegabel und es gibt sie hier:

www.biogartenversand.de

www.biokeller.de



Ammonsulfatsalpeter als Dünger im Biogarten

Frage: Über unseren örtlichen Gartenbauverein habe ich eine Bodenuntersuchung durchführen lassen. Als Ergebnis erhielt ich eine Düngeempfehlung mit Ammonsulfatsalpeter. Können Sie mir sagen, ob es dieses Produkt in organischer Ausführung gibt?

Antwort: Ammonsulfatsalpeter ist ein viel verwendeter Stickstoffdünger im konventionellen Anbau und wird auch für Hausgärten empfohlen. Der Dünger ist für Biobetriebe jedoch nicht zulässig und sollte auch nicht im Biogarten verwendet werden.

Warum vom Labor gerade Ammonsulfatsalpeter empfohlen wurde, weiß ich nicht- vielleicht weil er gekörnt, also leicht zu streuen und in trockenen Räumen gut lagerfähig ist. Das Besondere an dem Dünger ist außerdem, dass Stickstoff (N) in schnell (7%) und langsam aufnehmbarer Form (19%) vorliegt, zudem ist 13% leicht aufnehmbarer Schwefel enthalten. Schwefeldünger werden neuerdings immer häufiger empfohlen, da die Entschwefelungsanlagen der Heizungen inzwischen so gut sind, dass in schwefelbedürftigen Kulturen Mangelsymptome auftreten können (Kohlgewächse Brassicaceae mit den Senfölen und Leguminosen wegen der hohen Eiweißbildung). Außerdem wirken Schwefeldünger sauer, was auf alkalischen Böden von Vorteil sein kann. Viele Spurennährstoffe sind dann besser verfügbar.

Meine Empfehlung: Stickstoff wird am besten in Form von Horndünger (14% N) angewendet, da er in jedem Gartenmarkt erhältlich ist. Je feiner die Vermahlung, umso schneller wirkt er. Hornmehl ist jedoch unangenehm zu streuen, da es etwas stäubt. Hornspäne sind gröber, nahezu staubfrei, wirken aber langsamer. Es gibt auch Horndünger bei denen beide Körnungen gemischt sind. Bei lang stehenden stark zehrenden Kulturen wie Kohl und Tomaten empfehle ich ein Drittel Hornmehl und zwei Drittel Hornspäne zu mischen. Insgesamt ist aber, wenn dazu Kompost ausgebracht wird, nicht mehr als 100 Gramm pro Quadratmeter Horndünger für Starkzehrer nötig. Kompost enthält Schwefel und eine Vielzahl an Spurenelementen. Da wird also kein Mangel entstehen.
Wenn die Bodenuntersuchung bei Herrn S. aber ungewöhnliche Verhältnisse anzeigt, muss eventuell genauer hingeschaut werden.

Zusammengefasst: Ammonsulfatsalpeter ist nichts für Biogärtner. Er nimmt besser Kompost und sät Gründüngung aus, eventuell ergänzt mit etwas Horndünger. Außer Horndünger gibt es auch noch pflanzliche stickstoffhaltige Dünger wie Raps oder Ackerbohnenschrot. Sie haben jedoch meistens nur rund 5% N und sind dazu schwerer zu bekommen.



Hochwasser im Garten

Frage: Ist der Boden danach noch nutzbar und wie? Die Antwort kommt von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau.

AntwortWas ist nach dem Abzug des Wassers zu tun?
Eine der ersten Maßnahmen nach dem Hochwasser ist das Abbrausen schlammbedeckter Pflanzen mit klarem Wasser. Spülen Sie die Pflanzen am besten schon mit der zurückgehenden Flut ab, wenn die Pflanzen noch feucht sind. Betreten Sie den durchnässten Boden nur wenn unbedingt nötig. Ein zu frühes Betreten bzw. Befahren führt zu Schäden in der Bodenstruktur. Sorgen Sie dafür, dass das Wasser gut und möglichst schnell abfließen kann. Sobald die Erde etwas abgetrocknet ist, sollte angeschwemmtes Treibgut, wie Müll, Holz und Steine entfernt und verkrustete und verschlämmte Erde aufgehackt werden. Lockern Sie den Boden 2-3-mal und lassen Sie ihn dazwischen immer wieder abtrocknen. Durch die Bodenbearbeitung trocknet der Boden schneller ab, so dass wieder Luft an die Pflanzenwurzeln gelangen kann. In vernässten Böden, sterben die Wurzeln und mit ihnen die Pflanzen. Pflegen Sie Ihren Boden auch nach Stark- und Dauerregen.

Was macht man mit Sedimenteintrag?
Wasser hat Kraft und trägt je nach Strömung Erde ab und lagert sie an anderer Stelle an. Die Sedimente bzw. Ablagerungen bestehen meist aus sehr feinem Material. Sobald es trocknet, wird es fest und erstickt die Pflanzen. Feinsedimentauflagen von 2-3 cm Höhe bedürfen keiner Behandlung. Sie werden einfach so schnell wie möglich in den Boden eingearbeitet und die Pflanzen dabei freigelegt. Sedimentauflagen ab 5 bis 10 cm Stärke aus Sand sollten Sie zu mindestens teilweise entfernen oder verteilen.

Schadstoffe durch Hochwasser?
Zuerst sollte bewertet werden, ob im Zulauf ein Siedlungs- oder Industriegebiet überflutet wurde. Dann kann nicht ausgeschlossen werden, dass schädliche Stoffe, wie Schwermetalle und Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) im Wasser mitgeführt wurden.
Bei Ölverschmutzungen oder Verdacht auf Schadstoffeintrag sollten Sie sich an die ortsansässigen Wasserwirtschaftsämter und Naturschutzbehörden wenden. Dort können Sie sich Rat holen und erfahren, ob mit Umweltschäden zu rechnen ist. Sie können aber auch selbst aktiv werden und Ihren Boden in Bodenlabore auf Umweltbelastungen untersuchen lassen. Allerdings sind verlässliche Analysen auf Schwermetalle, organische Öle und Paks (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) kostspielig.
Die Erfahrung aus vergangenen Hochwasserereignissen hat gezeigt, dass nur in seltenen Fällen mit Beeinträchtigungen durch Schadstoffe zu rechnen ist. Bedenklich scheint ein Ölfilm auf der Erde, doch Naturschutzbehörden weisen darauf hin, dass sich in diesem Fall der Boden durch Bodenbakterien selbst regenerieren kann. Die MKW- Gehalte (Mineralöl) können im Laufe von wenigen Wochen deutlich zurückgehen, wenn die oberste Erdschicht intensiv durchmischt und durchlüftet wird. Dabei solle der Boden nicht austrocknen, denn die Bakterien arbeiten nur im feuchten Milieu. Nur bei größeren Ölverschmutzungen sei ein Bodenaustausch nötig.
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/garten_allgemein/linkurl_0_6_0_0.pdf



Obstgarten

Himbeerkrankheit

Frage: Wir hatten dieses Jahr in unserem Garten an den Himbeeren Verwachsungen, die sich keiner von uns erklären kann. Aus den schon gebildeten Fruchtständen haben sich erneut Blattrosetten und dann noch die Trotteln von neuen Früchten gebildet, die aber nicht ausreiften. Haben Sie dafür eine Erklärung? Unser Garten liegt im Nordschwarzwald, etwa 350 Meter hoch. Die Pflanzen werden jährlich geschnitten. Bisher hatten wir jedes Jahr reichlich und herrliche Früchte, was dieses Jahr durch diese Verwachsungen leider ausfiel.

– A.v.B.

AntwortAntwort von Flora Eisenkolb
Das ist die „Rubus-Stauche“, eine Phytoplasmose, allerdings in außerordentlich ausgeprägter Form. Vor Jahren hatte ich das an meinen Brombeeren. Ich habe sie rausgemacht und an der anderen Seite vom Haus neue gepflanzt. Das ist sicher schon sechs Jahre her. Bis jetzt sehen die Neuen gut aus.

Antwort der Redaktion
Die „Rubus-Stauche“ wird auch als Besenwüchsigkeit oder Verzwergungskrankheit der Brombeeren und Himbeeren bezeichnet. Sie sollten die Pflanzen gründlich mit den Wurzeln entfernen, da es keine Möglich keit gibt, die Krankheit einzudämmen. Befallene Stöcke sterben nach vier bis sechs Jahren ab. Neue Pflanzen mit ausreichend Abstand pflanzen und nur gesunde, am besten zertifizierte Sträucher kaufen. Bei Hortipedium gibt es weitere Infos.