

Gegen die Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln und Tomaten kann nach Erfahrungen von Ökobauern Malzextrakt helfen. Bei Befallsbeginn wird eine dreiprozentige Malzlösung gespritzt: 300 gr. Malz-extrakt auf 10 l Wasser - 0,6 Liter davon reichen für 10 m2. Wichtig dabei ist es, daß die Pflanzen danach gut abtrocknen können, und die Konzentration nicht zu stark ist. Sonst bilden sich braune Malzflecken auf den Früchten. Flüssiges Malzextrakt in Demeter- und konventioneller Qualität gibt es bei:
"Linco" Lindenmeyer GmbH & Co KG
Neckarsulmer Str. 24
74076 Heilbronn
Tel. 07131/95540
Fax: 07131/177815
(Demeter 4,5 kg = 34,02 DM; Konventionell 2,9 Kg =15,14 DM, jeweils zzgl. Versandkosten).
Im Gartenrundbrief 3/2001 berichteten wir über pflanzliche Dünger und machten dabei auf eine eventuelle keimhemmende Wirkung aufmerksam. Das Institut für Pflanzenernährung an der FH Weihenstephan hat die Wirkung von 12 pflanzlichen Düngern auf Keimfähigkeit von Gemüsesamen getestet. Nur Haar- und Hornmehl, Vinasse und Guano brachten dabei gute Ergebnisse. Deutlich schlechter schnitten Maltaflor und Neemcake ab. Sehr schlechte Keimergebnisse gab es bei Rizinus-, Lupinen-, Erbsen- und Rapsschrot. Meist keimte nur die Hälfte der Pflanzen und sie blieben im Wachstum zurück. Wurden jedoch zwischen dem Ein-mischen des Düngers und der Aussaat zwei Wochen gewartet, gab es keine Unterschiede. Die extreme Keimhemmung hatte sich offensichtlich abgebaut. Deshalb sollte die Wartezeit bei den genannten Düngern unbedingt eingehalten werden! (Ökumenischer Gärtner-Rundbrief)
Ab und zu eine Düngergabe brauchen auch Buchsbäume, obwohl sie nicht blühen. Die Firma Neudorff bietet dafür jetzt einen rein pflanzlichen, organischen Flüssigdünger an. Er enthält alle Nährstoffe, die Buchsbäume brauchen, damit sie kräftig wachsen und ihren dichten Wuchs behalten. Im Gartenfachhandel oder bei
W. Neudorff Gmbh KG
Postfach 1209
31857 Emmerthal
Tel. 05155/6240
Fax: 05155/6010
www.neudorff.de
Trotz der vielen anstehenden Pflegearbeiten sollte der Gärtner noch Zeit finden, öfters durch den Garten zu gehen, um die sommerliche Blütenpracht zu genießen. In einem Natur- und Bauerngarten gehören dazu auch die wunderschönen zweijährigen Blüher wie Bartnelke, Königskerze, Marienglockenblume oder Stockrose. Sie bilden im ersten Jahr nur eine Blattrosette aus, im zweiten dafür einen umso üppigeren Blütenflor. Im Juli werden sie auf einem extra Beet oder in Töpfchen ausgesät, damit sie bis zum Herbst zu kräftigen Jungpflanzen heranwachsen. Ab Mitte August bis September werden sie an Ort und Stelle verpflanzt, damit sie noch gut vor dem Winter einwurzeln können. Drohen sehr kalte Nächte, hilft ein Vlies oder Kiefernreisig gegen Frostschäden. Jedes Jahr gibt es viele neue gefüllte Sorten auf dem Markt. Ihre Blüten werden meistens ohne Pollen gezüchtet und sind damit unerreichbar für Bienen und andere nützliche Helfer im Garten. Wer seinen Garten naturgemäß pflegen will, sollte deshalb nach ungefüllten, alten Sorten Ausschau halten.
Verschiedene Sorten von Bio-Erdbeerpflanzen verschicken folgende Betriebe:
Reinhard Ortlieb
Uhlbacher Str. 201
70329 Stuttgart
Tel. 0711/328969
Fax: 0711/3280998 (Bioland)
Peter Werth
Draustr. 47
64347 Griesheim
Tel. 06155/61786
Fax: 06155/880349
ab 25 Stück (Bioland)
Eberhard von Redecker
Hof Schoolbeck
24354 Kosel
Tel. 04354/457
Fax: 04354/8968
(Biopark)
Bioland-Versandgärtnerei Strickler
Lochgasse 1
55232 Alzey
Tel. 06731/3831
Fax: 06731/3929
Strickler@t-online.de
Jetzt beginnt die Aussaatzeit von Feldsalat. Dabei kann es passieren, daß die Samen nicht gut aufgehen. Dieses Phänomen wurde in einer Arbeit in Geisenheim untersucht. Es kam heraus, daß hohe Temperaturen von über 25 Grad den Aufgang reduzieren können. Optimal seien weniger als 20 Grad. Auch wenn der Boden zu naß ist, kann eine Keimhemmung eintreten, weil das Keimblattgewebe zu wenig Sauerstoff bekommt. Das Saatbeet sollte deshalb feinkrümelig und nur mäßig feucht sein. Feldsalatsamen brauchen guten Bodenschluß und müssen deshalb fest angedrückt werden. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit der Sorte "Verte de Cambrai" gemacht. Die Blätter sind schön groß, wachsen schnell und schmecken hervorragend nussig. Auch die Sorte "Vit" gefiel mir gut. Sie ist mehltautolerant und gut winterhart.
In dieser Jahreszeit treten häufig bei Erwachsenen, Kindern oder Tieren nach dem Kontakt mit dem Riesenbärenklau (Herkulesstaude) sonnenbrandähnliche Hautschäden mit Blasenbildung auf. Die ätherischen Öle und andere Inhaltsstoffe, besonders das Furocumarin, sind hoch photoaktive Substanzen, die unter dem Einfluß von Sonnenlicht stark ätzend wirken. Pflanzensaft, der über den Mund aufgenommen wird, kann zu Atem- oder Gliederlähmungen führen. Furocumarin ist zudem krebserregend. Gelangt Saft auf die Haut, muß er sofort mit Wasser gründlich abgewaschen werden. Anschließend sollte eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen und die Sonne für zwei bis drei Tage gemieden werden. Als Gartenpflanze wirkt der Riesenbärenklau mit seiner mehr als 3,50 Meter Höhe sehr attraktiv. Er entfaltet riesige weiße Blütenschirme und bildet armdicke Stengel aus. In der Natur wächst er an Bachsäumen, Weiden und feuchten Ackerrändern. Naturschützer lieben ihn nicht, da er heimische Pflanzen verdrängt. Zum Bekämpfen ist es am einfachsten, die rübenförmigen Wurzeln im Frühjahr vor Vegetationsbeginn mit geeigneter Kleidung und Handschuhen gründlich auszugraben. Treibt die Pflanze trotzdem wieder aus, muß die Maßnahme wiederholt werden. Auch der Kontakt mit dem heimischen, kleineren Wiesenbärenklau Heracleum sphondylium hat die gleichen Folgen. (Agrar.de)
Ungiftige heimische Wildpflanzen sollten jedoch in keinem Biogarten fehlen. Insbesondere unsere Vogel- und Insektenwelt ist auf einheimische Pflanzen angewiesen. Die Mauerbiene beispielsweise verfüttert ihren Larven ausschließlich Pollen des Natternkopfes. 63 Vogelarten fressen die Beeren des Schwarzen Holunders, lediglich drei die des eingeführten Kirschlorbeers. Die Schweizer Wildpflanzen-Infostelle vermittelt einheimische, regional angepasste und standortgerechte Wildpflanzen (Gehölze, Stauden). Auskünfte können im Internet, schriftlich oder über ein Info-Telefon eingeholt werden. Auf Anfrage erhalten Interessierte eine Liste mit schweizer Arten, die sich für den jeweiligen Einsatzort eignen, dazu Angaben zur Ökologie, Pflege und Adressen von Bezugsquellen.
Beratungstelefon (nur in der Schweiz) unter 0900/ 57 54 54 (2,13 SFr/Min.), Dienstag und Donnerstag 14.00 - 16.00 Uhr, Anfrageformular im Internet unter www.wildpflanzen.ch
"Wildpflanzen-Infostelle"
c/o oekoskop
Lautengartenstrasse 6
4052 Basel
Fax: 0041/(0)61 283 02 70
(schriftliche und Internet-Anfragen kosten 20 SFr)
"Der Mensch und die Bienen" von Michael Weiler hat bei mir eine starke Liebe für die Bienen geweckt, obwohl ich selbst keine Imkerei betreibe. Es ist für den Laien genauso interessant und lehrreich geschrieben wie für den Profi-Imker.
Ein Spaziergänger und Naturfreund nimmt den Leser an die Hand und beobachtet mit ihm die Bienen und ihre "Lebensäußerungen". Von Flugerlebnissen über Schwarmbildung, Wabenbau, Bienenwerden und -vergehen bis zur Winterruhe wird ein ganzes Bienenjahr "miterlebt". Außerdem werden Streifzüge zu den Themen "Varroa-Milbe, Honig und Gelée royale" unternommen. Seitdem ich dieses faszinierenden Buch gelesen habe, sehe ich die Bienen mit ganz anderen Augen und achte den Honig mehr denn je. Alleine der Aufwand aus einem Tropfen Nektar Honig zu machen ist ein kleines Naturwunder: Der Nektartropfen aus mehr als 200 (!) Einzelblüten wird von Biene zu Biene im Stock weitergereicht, mit Drüsensekreten angereichert und durch rhythmisches einziehen und auf dem Rüssel ausbreiten "eingedickt". Danach wird der Tropfen zum weiteren Trocknen im Warmen "aufgehängt". Insgesamt ein bis drei Tage dauert es bis aus einem Tropfen Nektar wertvoller Honig geworden ist.
Der Mensch und die Bienen
Michael Weiler
ISBN 3-921536-60-X
26,-DM/SFr
oder zu bestellen über Demeter-Dienste GmbH, Tel. 06155/84690
Der Mäusdorfer Rottelenker harmonisiert und regt Umsetzungsprozesse im Boden, Kompost und in der Gülle an. Dadurch entwickeln sich Bodenleben und Pflanzenwurzeln optimal, und es bildet sich eine stabile Bodengare mit fruchtbarem Humus.Der Mäusdorfer Rottelenker besteht aus reinem, strohlosem Kuhmist und Gesteinsmehlen, die in einer Birkengrube intensiv mit den biologisch-dynamischen Heilkräuterpräparaten behandelt und periodisch bearbeitet werden. Der getrocknete Rottelenker enthält Bakterien- und Pilzkulturen sowie notwendige Kräfte zur Umsetzung von organischem Material.
Anwendung
Infos unter www.selbst-kompostieren.deoder bei
ilex products
Neupforte 9
52062 Aachen
Tel. 0241/264-65
Fax: 0241/264-68
(129,- DM zzgl. Zustellung)
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