

Kaum hat sich der Winter verabschiedet, suchen auch schon wieder die ersten Schnecken die frischen Keimlinge auf. Besonders die kleine schwarze Gartenwegschnecke und die hellbraune, genetzte Ackerschnecke lieben das junge Grün. Dieses Jahr werde ich den im GR 5/2001 vorgestellten Moosextrakt testen. Außerdem hoffe ich auf die Hühner der Nachbarin, die direkt am Zaun meines neuen Gartens nach Nahrung suchen. Ein interessanter Schneckenstopp aus der Schweiz wird seit neuestem auch in Deutschland vertrieben. Es ist ein Schutzring aus recyceltem Kunststoff (PET), der über einzelne Jungpflanzen gestülpt wird. Sein nach unten gekrümmter Rand hält die Schnecken von den Pflanzen fern. Es kann auch direkt in den Ring ausgesät werden. Da das Gießwasser darin festgehalten wird, bleibt der Boden zwischen den Pflanzen trocken. Den Schnecken wird das Kriechen erschwert.
Bestelladressen:
Keller GmbH & Co KG
Biogarten und Gesundheit
Konradstr. 17
79100 Freiburg
Fon 0761/7063-13
Fax 0761/7063-14
oder
Gartenbedarf Versand R. Ward
Günztalstr. 22
87733 Markt Rettenbach
Fon 08392/1646
Fax 08392/1205
www.gartenbedarf-versand.de
In der Schweiz bei der Firma
Biocontrol AG
Stahlermatten 6
CH-6146 Grossdietwil
Fon 0041/(0)6291750-05
Fax -01
www.biocontrol.ch
In Österreich bei der Firma
biohelp
Kapleigasse 16
A-1110 Wien
Fon 0043/(0)17699769
Fax 0043/(0)1769976916
Jetzt ist auch wieder der ideale Zeitpunkt um Zimmer- und Balkonpflanzen umzutopfen. Als Alternative zu Plastik oder Ton gibt es Pflanz- und Kulturgefäße aus Kokosfaser und Naturlatex, die CocoPots. Sie sind sehr stabil und lassen Wasser, Nährstoffe und Luft durch. Die Wurzeln werden weder gequetscht noch eingeengt. Wird die Pflanze mit dem Topf in die Erde gesetzt, so baut er sich vollständig biologisch ab. Aus dem gleichen Material werden Mulchscheiben, die Cocodisc, angeboten. Regenwasser kann ungehindert eindringen. Die Feuchtigkeit wird im Bereich des Wurzelballens gut gehalten und die Pflanze vor extremer Wärme und Kälte geschützt. Die COCODISC gibt es von 18 bis 80cm Durchmesser, den COCOPOT von 50ml bis 15 Liter Inhalt.
CocoPot Vertriebsges. mbH & Co KG
Essener Str. 18-20
49152 Bad Essen
Fon 05472/9404-42
Fax 05472/9404-64
Meistens kann ich es kaum erwarten, bis sich die ersten Keimlinge zeigen. Da passieret es schon mal, daß ich manches noch einmal aussäe, was nach ein bis zwei Wochen doch noch gekeimt hätte. Um dies zukünftig zu vermeiden, führe ich seit mehreren Jahren eine Tabelle über die Keimdauer von Gemüse und Blumen.
Je nach Anzuchttemperatur kann sie stark variieren. Stehen Anzuchtgefäße direkt an einem sonnigen Fenster, haben die Samen oft Probleme zu keimen oder keimen gar nicht, da sich die Erde zu stark erhitzt hat.
| Gemüse | Tage |
|---|---|
| Artischocke | 7 |
| Aubergine | 3-7 |
| Basilikum | 3-5 |
| Dill im April | 18 |
| Frühlingszwiebeln | 3-4 Wo |
| Kohl | 9-16 |
| Kohlrabi | 5-7 |
| Kürbis | 6-8 |
| Lauch früh | 12-16 |
| Mangold | 13 |
| Melone | 3-6 |
| Möhren März + Dill | 20-21 |
| Paprika | 5-12 |
| Petersilie | 13-22 |
| Radieschen | 6-8 |
| Salat | 5-12 |
| Salatgurke | 2-6 |
| Schnittlauch | 16 |
| Sellerie | 5-9 |
| Spinat | 12 |
| Stangensellerie | 8-31 |
| Tomaten | 3-8 |
| Zierkürbis | 4-7 |
| Zucchini | 6-8 |
| Blumen | Tage |
|---|---|
| Aster | 3-5 |
| Cosmea | 3-7 |
| Elfenspiegel | 4 |
| Glockenrebe | 10-17 |
| Löwenmaul | 5 |
| Kletterndes Löwenmaul | 9-16 |
| Malve | 8 |
| Mohn | 11-12 |
| Schönranke | 12-18 |
| Schwazäugige Susanne | 9 |
| Sonnenblume | 8 |
| Winden | 2-4 |
| Zierdistel | 6 |
Brokkolipflanzen schießen bei Wärme schnell in Blüte. Die Köpfe sind dann kaum mehr zu gebrauchen. Wenn Brokkoli früh im April oder erst spät ab Juni gepflanzt wird, schießt er nach meiner Erfahrung nicht mehr so schnell. Auch Mangold schießt weniger, wenn er erst im April ins Freiland gesät wird.
Wegen seiner historischen Bedeutung und den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten hat der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN e.V.) den Flaschenkürbis (Kalebasse) zum Gemüse des Jahres 2002 gewählt. Er kann Mitte/Ende April auf der Fensterbank oder im warmen Gewächshaus vorgezogen werden. Werden die Samen über Nacht in warmes Wasser eingeweicht, keimen sie schneller. Die Pflänzchen kommen nach den Eisheiligen mit einem Meter Abstand in sonniger Lage in die Erde. Rankgitter und Windschutz mögen sie gerne. Der Flaschenkürbis ist die einzige Kürbisart, die bereits vor der Entdeckung der Neuen Welt im mitteleuropäischem Raum genutzt wurde. Von den bitterstofffreien Formen können junge Früchte laufend geerntet und gekocht als Gemüse gegessen werden, genauso junge Triebspitzen mit bis zu drei Blättern. Das Fruchtfleisch hat einen milden Geschmack. Die geschälten Samen können als Suppeneinlage verwendet werden. Weltweit dienen die ausgereiften Früchte als Aufbewahrungs- und Transportgefäße, Musikinstrumente oder sogar Nisthöhlen, oft mit traditionellen Mustern beschnitzt. Die Früchte müssen zum Aushöhlen ausgereift sein. Sobald sich der Fruchtstiel gelb verfärbt und etwas glasig wird, kann man ihn dicht am Spross abschneiden. Die Kürbisse werden einzeln und luftig aufgehängt. Läuft der Trocknungsprozess bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit ab, schimmeln sie stark. Dadurch entstehen auf der Oberfläche unregelmäßige Muster. Wird bei einsetzender Schimmelbildung die Epidermis jedoch sorgfältig abgekratzt, für ausreichend Wärme und gute Durchlüftung gesorgt, trocknen die Früchte schnell und verfärben sich weniger stark. Voll ausgereift, haben die Kalebassen eine harte, holzige Aussenschicht (Panzerbeere). Für Gefäße werden die Reste des Fruchtfleischs und die Samen entfernt.
VEN-Geschäftsstelle
Ursula Reinhard
Sandbachstr. 5
38162 Schandelah
Fon/Fax 05306/1402
ven.nutz@gmx.de
www.nutzpflanzenvielfalt.de
Ein neues Pflanzenstärkungsmittel auf Basis des nützlichen Pilzes Trichoderma harzianum hat die Firma re-natur im Pro-gramm. Die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Pilzkrankheiten wie Fusarium-Welke, Schwarzfäule, Kraut-/Braunfäule und andere wird gestärkt. Außerdem wird das Wachstum der Pflanzen angeregt, das heißt, es bildet sich mehr Wurzelmasse und mehr und frühere Blüten. Trichosan sollte möglichst frühzeitig (Aussaat, Stecklings-vermehrung, Pikieren, Umtopfen) durch Gießen oder Spritzen ausgebracht werden. Es ist nicht zur Behandlung eines schon vorhandenen Pilzbefalls geeignet. Das Mittel ist nützlingsschonend. Auch nützliche, bodenlebende Nematoden werden nicht geschädigt.
Zu bestellen bei der Firma
re-natur
Am Pfeifenkopf 9
24601 Stolpe
Fon 04326/986-10
Fax 04326/986-11
info@re-natur.de
www.Re-natur.de
Säen Mitte März: Fe, Fb: Tomaten, Aubergine, Paprika, einj. Kletterpflanzen, Küchenkräuter, Sommerblumen wie Zinien, Tagetes, Cosmea, Fr: Rettiche, Möhren, Spinat, Pastinaken, Palerbsen
Säen im April: Fe: Gurken, Kürbis, Zucchini, Bohnenkraut, Melone, Sommerblumen, Fr: alle Erbsen, Mangold, Möhren, Sommersalate, Ringelblumen, Spinat, Küchenkräuter, späte Kohlarten (Fb,Fr), Wildblumenwiese, in Töpfen Ende April vorziehen: Bohnen, Sonnenblumen
Pflanzen im März: Fr, Fb: Frühsalate, kälteresistente Kohlrabi, Treibsalat, Topinambur, Rhabarber, Meerrettich, Knoblauch, Beerenobst, Stauden, Rosen, Hecken, Kletterpflanzen, Weinreben
Pflanzen im April: Salate, Kohl, Kohlrabi, frühe und späte Kartoffeln, Grünspargel, Staudenkräuter Fb=Frühbeet, Fe=Fenster/geheiztes Gewächshaus
Taufrischer Feldsalat und knackige Fenchelknollen, eine Staude Mangold, Tomaten wie gemalt und frisch erblühte Artischocken, garniert mit einem Sträußchen von Petersilie, Dill, Basilikum und Kapuzinerkresse - ein leckeres Stilleben: Susanne Baßler und Tochter Jessica (Foto) haben wieder mal nach Herzenslust geerntet beim "Selbstpflücktag" in der Demeter-Gärtnerei Berg im badischen Binzen. "Frischer gehts nicht und es macht einen Riesenspaß", erzählen die Beiden. Natürlich schauen sie bei dieser Gelegenheit auch im Demeter Lehr- und Schaugarten rein. Dort können sich Hobbygärtner und Verbraucher darüber informieren, wie solch wunderbares, kerngesundes Gemüse gezogen wird.
Kompostpflege, Heilpflanzenpräparate, das Zubereiten von Spritzbrühen und der Einfluss kosmischer Impulse: Im Lehr- und Schaugarten erfahren die Besucher unter fachkundiger Führung, was es eigentlich mit der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise auf sich hat. Sie lernen, wie die speziellen Präparate zubereitet werden, können sie selbst mit dem Birkenbesen im Holzfaß rühren. Hier treffen Anfänger auf alte "Demeter-Hasen", die ihre Erfahrungen diskutieren und gerne weitergeben: so auch Helga Reimold von der Regionalgruppe Dreiland des Vereins zur Förderung der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.
Die Präsentation auf der Landesgartenschau war ein grandioser Erfolg, "den wir in ähnlicher Form als Dauereinrichtung weiterführen wollten". Das große (inzwischen teils der Dreiland-Regionalgruppe gehörende) Gelände der Bergschen Demeter-Gärtnerei, erwies sich hierfür als ideal. Wohl wissend, "welche enorme Arbeitsbelastung auf uns ehrenamtliche Helfer zukommen wird, nahmen wir die Sache mutig in Angriff", erinnert sich Helga Reimold.
Großen Wert wird auf den Samennachbau gelegt. Dafür reifen an den Beetenden die Samenträger von Gemüsepflanzen: Ein ungewöhnlicher Anblick selbst für Gemüsegärtner, denen ja nichts so unerwünscht ist, wie ein "schießender" Salat oder Kohl. Der Kompostplatz mit zwei verschieden alten Mieten, neben denen die Präparatepflanzen wachsen, ergänzt die Anlage. Gärtnerei-Praktikanten aus aller Herren Länder - bis hin nach Japan - lernen dort die Kunst der biologisch-dynamischen Kompostzubereitung kennen.
Im Binzener Schaugarten wird die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise vielen Menschen vermittelt. Freilich sind sowohl der naturwissenschaftliche Nachweis kosmischer Impulse, als auch der Präparate-Wirkung, nach wie vor schwierig. "Unser Lehrgarten soll Fragen wecken und beantworten, gerade auch bei Besuchern mit Vorkenntnissen", konstatiert Helga Reimold. Doch braucht es eigentlich den exakten Beweis? Ein gesunder Menschenverstand und eine von Fast Food noch nicht verbildete Zunge genügen, um die Qualität von biologisch gewachsenen Lebensmitteln schätzen zu können: "Probier mal ne Erdbeere" ruft Jessica ihrer Mutter vom Erdbeerfeld zu, "die schmecken wieder mal ganz suuuper."
Weitere Infos zum Garten bei:
Verein zur Förderung der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise
Regionalgruppe Dreiland
Gerhard Zahn
Muttenzer Str. 5
79639 Grenzach-Wyhlen
Fon 07624/98-1371
Fax 07624/98-1581
Ort:
Gärtnerei Berg
Im Niedernfeld 1
79590 Binzen bei Weil am Rhein
Fon 07621/96-8310
Fax 07621/96-69271
Berg_Binzen@t-online.de
www.bergbinzen.de
Selbstpflücktage:
Juli bis Oktober an jedem 1. und 3. Samstag im Monat.