

Damit mein Vorgarten auf der Baustelle nicht ganz so trostlos aussieht, habe ich Mitte März eine Wildblumenwiese ausgesät. Der Boden war sehr gut vorbereitet, da letztes Jahr ein Propangastank eingegraben wurde und dabei die alte Wiese verschwand. Für eine schöne Blumenwiese ist das Saatgut besonders wichtig. Es sollte auf jeden Fall aus Deutschland kommen, wenn möglich, sogar aus der eigenen Region. Damit hatte ich großes Glück, da die Firma Rieger-Hof-mann ihren Sitz ganz in meiner Nähe hat und fast alles Saatgut selber vermehrt. Folgende Firmen führen einheimisches Wildblumenwiesen-Saatgut:
Rieger-Hofmann
In den Wildblumen 7
74572 Blaufelden-Raboldshausen
Fon 07952/5682
Fax 07952/6509
info@rieger-hofmann.de
www.rieger-hofmann.de
Syringa
Bachstr. 7
78247 Hilzingen-Binningen
Fon 07739/1452
Fax 07739/677
info@syringa-samen.de
www.syringa-samen.de
Hof Berg-Garten
Lindenweg 17
79737 Herrischried
Fon 07764/239
Fax 07764/215
hof-berggarten@t-online.de
www.hof-berggarten.de
Die Wiese sollte zwischen März und Ende Mai ausgesät werden. Der Boden muß unbedingt mager sein, da Wildblumen und -kräuter hauptsächlich auf kargen Böden in der Natur wachsen. Vor der Saat wird die Erde aufgelockert und eingeebnet. Dann wird der Samen ganz dünn auf die Oberfläche gestreut. Das ist wichtig, damit die Blumen später genug Platz haben. Einarbeiten des Samens schadet eher, als es nutzt, da die meisten Wildblumen Lichtkeimer sind. Für einen guten Bodenkontakt wird der Samen angewalzt. Ich habe mir beim nächsten Gartenmarkt eine Walze, die mit Wasser gefüllt wird, ausgeliehen. Jetzt heißt es nur noch den Samen mehrere Wochen gut feucht halten und abwarten. Die meisten Wildblumen sind zweijährig und werden in diesem Jahr nur eine Blattrosette entwickeln. So wird meine Blumenwiese von Jahr zu Jahr ihr Gesicht verändern. Damit im ersten Jahr trotzdem etwas blüht, geben die Firmen Pionierpflanzen, wie zum Beispiel Klatschmohn, in die Mischungen. Ich habe noch ein paar Margeriten- und Wiesenglockenblumenpflänzchen in die Erde gesetzt, damit auf jeden Fall etwas blüht. Am Rand der Blumenwiese habe ich einen ein Meter breiten Streifen mit "Kräuterrasen" ausgesät. Er hat einen höheren Grasanteil, ist begehbar und kann öfters gemäht werden, ohne daß es den Blumen schadet.
Nach Mitte Mai werden die meisten südländischen Gemüsesorten und Sommerblumen ins Freie gepflanzt. Mit Melone, Paprika, Aubergine und Sellerie sollte in kälteren Gegenden jedoch bis Ende des Monats oder sogar Anfang Juni gewartet werden. Wo es in Deutschland Demeter-Jungpflanzen zu kaufen gibt, kann hier nachgelesen werden. Die Liste wird laufend aktualisiert.
Immer wieder bin ich aus Umweltschutzgründen auf der Suche nach guten, torfarmen Erden. Gerade jetzt, wenn Balkonblumenkästen bepflanzt werden, können Alternativerden eingesetzt werden. Die internationale Umweltstiftung Euronatur weist darauf hin, daß zwar nur noch ein geringer Teil des Gartentorfes aus Abbauflächen in Deutschland stammt. Dafür würden heute überwiegend Moore in Osteuropa oder Kanada entwässert und vernichtet. Es zeichne sich dort ein ähnliches Schicksal ab, wie bei den Mooren Mitteleuropas. Profi-Gärtner empfehlen deshalb für den Hobbyanbau folgende Öko-Substrate:
"Bio-Universalerde" und "Substrat ohne Torf" (u.a. mit Rindenhumus, Holzhäcksel, Grüngutkompost,
Cocosfaser - mit Horngries aufgedüngt) von
Ökohum
Obere Bergenstr. 8
88518 Herbertingen
Fon 07586/9212-0
Fax 07586/9212-24
www.oekohum.de
"Frux Öko-Blumenerde" (Grüngutkompost, Holzhäcksel, Montmorillonit-Ton, organisch aufgedüngt)
"Biotopp torffrei" von Floragard (Rindenhumus, Grüngutkompost, Holzfasern - vegetarisch
aufgedüngt mit Phytopearls)
Fragen Sie doch in Ihrer Gärtnerei nach, ob sie eine der Erden bestellen kann.
Zum Abhalten von Gemüsefliegen, Spatzen oder Kohlweißlingen ist es sinnvoll, ein Gemüsefliegennetz über die gefährdeten Kulturen zu legen. Jetzt gibt es das im GR 1/2001 erwähnte umweltfreundliche Baumwollnetz von Elmer & Zweifel aus kontrolliert ökologischem Anbau. Ich verwende es sehr gerne, da es nicht befestigt werden muß. Auch bei starkem Wind weht es nicht weg. Nur über Zwiebeln und Lauch sollte es auf einem Drahttunnel liegen, da es sonst die Spitzen der Pflanzen durchstechen. Zu kaufen gibt es das Öko-Netz in WLZ-Raiffeisen-märkten und Kölle-Gartencentern.
Wenn die Jungpflanzen gut angewachsen sind, wird es wieder Zeit, das Biologisch-Dynamische Hornkieselpräparat zu spritzen. Es sollte erst angewendet werden, wenn die Frucht der Pflanze erkennbar ist: Herzblätter von Salat und Kohl drehen sich, erste Fruchtschoten sind sichtbar, haselnußgroße Tomaten usw. Am besten wird Hornkiesel kurz nach Sonnenaufgang an einem sonnigen Tag gerührt und ausgebracht. Wie es geht steht im GR 3/2001.
Zum Pflanzen von Endivien gab eine Leserin der Redaktion folgenden Tip: Er sollte unbedingt vor dem 10. August gepflanzt werden, da er sonst keine Köpfe mehr bildet. Ausgesät wird er dann am besten an einem Blatttag vor oder direkt an Johanni (24. Juni). Profi-Gärtner säen den Herbstsalat, je nach Klima, spätestens am 10. Juli aus.
Verlag Ch. Möllmann Borchen
ISBN 3-931156-65-6
120 Seiten
€ 26,-
www.chmoellmann.de
| 8. Juni: | Auftaktveranstaltung Aktionstage Ökolandbau 2002, u.a. mit "Biomilch macht fit" (Milchproben, Käseköstlichkeiten, Wettmelken) |
| 29. Juni: | Naschobst für den Garten - Rätsel und Spiele rund um Wild-Obst und Ur-Obst (Ahornblatt Naturgarten, Mainz) |
| 30. Juni: | Filzen mit Öko-Wolle (Demeter) |
| 21. Juli: | Öko-Milchtag mit Milchverkostung und Aktionen rund um Biomilch (Demeter) |
| 7./8. September: | Vom Apfel zum Saft - Alles rund um Bioäpfel (Bioland) |
| 14. September: | Hol die Knolle aus der Scholle - Alles rund um die Biokartoffel (Bioland) |
| 15. September: | Bunte Gestecke aus Bioblumen (Demeter) |