

Meine Wildblumenwiese hat sich sehr schön entwickelt (siehe Foto) und die gepflanzten Margeriten strahlten mehrere Wochen im schönsten Weiß. Auch an Färberkamille, Kornblumen, Flockenblumen, Moschusmalven und Mohn konnte ich mich lange freuen. Ich bin gespannt, welche Wildblumen sich durchsetzen werden und welches Bild sich nächstes Jahr zeigt. Ich werde darüber berichten.
Wenn die Schneckenzeit auch schon vorbei ist, möchte ich trotzdem von neuen Erkenntnisse gegen die große Plage informieren. Nach Berichten von amerikanischen Forschern meiden Schnecken Kaffee. In bestimmten Konzentrationen auf Erde oder Blätter aufgesprüht, vertreibt oder tötet er die schleimigen Eindringlinge. Bei Versuchen von den Forschern um Robert Hollingsworth vom Agricultural Research Service in Hilo tauchte das Team Kohlblätter in Koffeinlösungen. Bereits bei einer 0,01-prozentigen Lösung - normaler Pulverkaffee enthält rund 0,05 Prozent Koffein, gebrühter sogar etwas mehr - hatten die Nacktschnecken deutlich weniger Appetit auf das Grünzeug. Sie zogen unbehandelte Kontrollblätter vor. Höher konzentrierte Lösungen hatten für die Schnecken oft tödliche Folgen. Die Koffeinlösung sei teilweise sogar effektiver als herkömmliche Pflanzenschutzmittel. Auf welche Weise das Koffein die Schnecken tötet, ist noch unklar. Vermutlich wirkt es ähnlich wie ein Nervengift, so die Forscher. Sie hatten beobachtet, daß sich die Tiere vor ihrem Tod unkoordiniert krümmten. Schnecken, die einer 0,1-prozentigen Koffeinlösung ausgesetzt wurden, hatten nach einer Stunde eine deutlich verminderte Herzfrequenz. Viele waren nach vier Tagen gestorben. Bei Lösungen von 0,5 und zwei Prozent verendeten alle Schnecken. Einen Nachteil der Methode entdeckten jedoch die Forscher: Zwar wurden die behandelten Blätter verschiedener Pflanzen nicht beschädigt, allerdings traten bei Salat gelbe Verfärbungen auf.
Das biologisch-dynamische Hornkieselpräparat wird normalerweise, um die beste Wirkung zu erzielen, in den frühen Morgenstunden ausgebracht. Untersuchungen ergaben jedoch, daß der Kiesel auch auf die für jede Entwicklungsstufe typischen Stoffwechselvorgänge einwirkt. Deshalb werden zum Beispiel bei Wurzelgemüse wie Möhre zur Reifezeit Nachmittagsspritzungen empfohlen. In den Abend- und Nachtstunden werden in der Pflanze die am Tageslicht gebildeten Stoffe dorthin geleitet, wo sie zum weiteren Aufbau oder Einlagerung kommen sollen. Auch im Obstbau läßt sich die Qualität der Früchte steigern, wenn zur Reife und nach der Ernte Hornkiesel nachmittags versprüht wird. Dies kräftigt zusätzlich das Holz der Früchte. (Anleitung zum Ausbringen von Hornkiesel im GR 3/2001)
Auf die jetzt frei werdenden Beete kann noch schnell Gründüngung ausgesät werden. Gelbsenf kommt noch zum Blühen, wenn er bis zum 15. des Monats an Blütentagen gesät wird. Für Phacelia ist es schon etwas zu spät. Aber für die frostharten Sorten Winterroggen und Winterwicke ist noch der richtige Zeitpunkt (Saatgut bei Bingenheimer Saatgut AG, Adresse S.6). Eine Gärtnerin hat die Erfahrung gemacht, daß Winterwicke in ihrem Garten Giersch vertrieben hat. Dazu säte die Gärtnerin die Gründüngungspflanze im Sommer sehr dicht aus, mähte sie ab und mulchte die Beete damit. Im Herbst wurde das Beet abgeräumt und gelockert. Nur noch einige kleine Gierschpflanzen wuchsen am Rand. Im übrigen Garten, wo keine Wicken gesät waren, wuchs das Wildkraut dagegen in großen Mengen. Ob der Giersch im nächsten Jahr wiederkommt, bleibt jedoch abzuwarten.
Spätkohlrabi bleiben bis zum Februar zart, wenn sie richtig eingewintert werden: Vor starken Frösten werden die Pflanzen mitsamt ihren Wurzelballen aus der Erde gehoben. Dann setzt man sie in eine Kiste, Ballen an Ballen, und stellt sie im Keller möglichst hell. Die Lücken werden mit Erde ausgefüllt und feucht gehalten, aber nicht naß, damit die Knollen nicht faullen.
Wer Ärger mit der Spargelfliege hat, kann jetzt Winterroggen zwischen die Spargelpflanzen säen. Zur Flugzeit der Spargelfliege ist der Roggen dann schon hoch genug, um die Fliege an der Eiablage zu hindern. Der Roggen kann zwischen Bleich- als auch zwischen Grünspargel gesät werden. (Beide Tips aus "Winke" von der Abtei Fulda)
Pflanzen Sie, wenn Sie Kinder haben, möglichst keine giftigen Sträucher und Blumen im Garten! Weil zum Beispiel die Früchte des Goldregenstrauches aussehen wie Erbsenschoten, kommt es immer wieder vor, daß sie Kinder pflücken und essen. Vor allem die Samen enthalten Giftstoffe. Sie können Magenbeschwerden, Übelkeit, Herz-Kreislauf-Störungen, Krampfanfälle und Halluzinationen hervorrufen. Auch die Trompeten der Engelstrompete sind giftig. Kinder sollten nicht damit spielen. Damit eng verwandt ist der Stechapfel Datura stramonium, den es in verschiedenen Blütenfarben gibt. Er ist einjährig und blüht mit aufwärtsgerichteten Trichterblüten. Giftstoffe enthält auch das beliebte Wandelröschen. Werden die brombeerartigen Früchte in größeren Mengen gegessen, können sie schwere Vergiftungen hervorrufen.
Schon den Kelten und Römern war er als außergewöhnlicher und heilsamer Fruchtbaum bekannt, der Speierling Sorbus domestica. Heute ist er in unserer Kulturlandschaft fast verschwunden. Der Speierling ist der größte und mächtigste Vertreter der Rosengewächse. Alte Bäume können einen Stammdurchmesser von über 1,50 Meter, bis zu 30 Meter hoch und frei stehend einen Kronendurchmesser bis zu 20 Meter erreichen. Die Früchte besitzen überaus viele Aroma-, Gerb-, Vitalitätsstoffe und Vitamine. Früher wurden sie wegen ihrer, den gesamten Organismus stärkenden Wirkung, vielseitig verwendet. So zum Beispiel als getrocknete Wildfrucht, Mus, Gelee oder Speierlingsbrot. Im Raum Frankfurt wird der Baum heute noch für den Speierlings-Äpfelwein angebaut. Ein geringer Zusatz ergibt eine schöne Farbe und lange Haltbarkeit. Der Reifezeitpunkt der Früchte liegt von Hochsommer bis Spätherbst. Bis zu zwanzig Zentner Früchte kann ein Baum tragen. Über dreißig verschiedene Fruchtformen in den Farben gelbgrün bis rotbraun sind bekannt, darunter apfel- und birnenförmige. In Italien werden Speierlingsfrüchte sogar auf Obstmärkten angeboten. Als Heilmittel wurden die Blätter dem Vieh gefüttert. Für die sonstige Tierwelt ist der Baum eine kleine Schatztruhe. Die Blüten locken tausende von Bienen an, und Insekten umschwirren die Bäume. Vögel reißen sich um die wohlschmeckenden Früchte.
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(suchen ständig uralte, knorrige Bäume)