4. Februar 2012
Aktueller Inhalt
Arbeitskalender November / Dezember
von Iris Mühlberger
- Dürre
- Laub- und Reisigabfälle nicht wegräumen
- Staudenreste stehenlassen
- Feuerbrand (Broschüre)
- Vliesabdeckung
- Juwel Tomatenhaus
- Schneeschimmel
- Papierschnüre
- Hummelkästen reinigen
- Biosaatgut-Adressen
November
So langsam kehrt wieder Ruhe im Garten ein. Wenn ich über dieses Jahr nachdenke, fällt mir nur das eine Wort ein:
"Dürre". Bis zum Redaktionsschluß dieser Ausgabe, Anfang Oktober, hatte es hier in Hohenlohe nur tröpfchenweise geregnet. Ich mußte immer noch regelmäßig mein Herbstgemüse gießen. Und das wuchs trotz Trockenheit besonders kräftig und schön. Chinakohl, Feldsalat, Zuckerhut und später Kohlrabi, Eis- und Kopfsalat standen wie eine Eins in den Beeten. Vielleicht lag es daran, daß ich alle vor dem Pflanzen oder Säen noch einmal mit biologisch-dynamischen Kompost fütterte. Ich hatte ihn zweimal mit den Präparaten geimpft. Fast keine Ernte hatte ich dagegen bei Bohnen, Zuckermais, Knollenfenchel, Möhren und Erdbeeren. Die Pflanzen verdörrten oder schossen. Eine befreundete Demeterbäuerin hat einen Teil ihrer Gemüsepflanzen trotz der extremen Trockenheit nur selten gegossen. Die Blätter machten zwar am Anfang schlapp. Später wuchsen sie jedoch sehr gut weiter. Im Gegensatz dazu bekamen die von ihr häufig gewässerte Pflanzen viel schneller gelbe Blätter, gingen teilweise sogar ein. Vielleicht entwickelten die kurz gehaltenen Pflanzen ein tieferes Wurzelsystem und gelangten so noch an die letzten Wasserreserven. Alle frisch gepflanzten Jungpflanzen wurden natürlich in den ersten Tagen gut gewässert.
Jetzt gibt es beim Abräumen oder Gehölzschnitt wieder viele Laub- und Reisigabfälle. Denken Sie an ihre wichtigen Nützlinge im Garten, und bauen Sie ihnen an einer geschützten Stelle im Garten daraus einen Winterschlafplatz. Die Schneckenfresser Igel und Spitzmaus, dazu nützliche Insekten, nehmen diese Haufen gerne als Unterschlupf. Genauso sollten Staudenreste über den Winter stehenbleiben und erst im März oder April abgeschnitten werden. Das sieht im Blumengarten zwar erstmal etwas unordentlich aus. Bricht der Winter ein, machen jedoch bizarre Schnee- oder Reifkunstwerke ihren Garten wieder zu einem lebenden Kunstwerk.
Obstbäume und Sträucher sollten nicht bei extrem nassen Wetter gepflanzt werden. Ihre Wurzeln leiden sonst unter Sauerstoffmangel, und die Pflanzen wachsen schlecht an. In Süddeutschland gefährdet zudem der Feuerbrand viele Apfel-, Birnen- und Quittenbäume. Nicht befallen werden Stein-, Beerenobst und Koniferen. Die Krankheit mit den wie verbrannt aussehenden Zweigen führt fast immer zum Absterben der Bäume. Wichtig ist es, Feuerbrand einwandfrei zu erkennen, da ihm zum Beispiel das Schadbild des Monilia-Pilzes sehr ähnlich ist. Ein neues kostenloses Faltblatt mit Bestimmungstips und Beschreibungen von widerstandsfähigen Sorten gibt es von der Biologischen Bundesanstalt BBA gegen € 0,41 in Briefmarken oder zum Herunterladen auf www.bba.de/veroeff/popwiss/popwiss.htm
BBA
Institut für biologischen Pflanzenschutz
Heinrichstr. 243
64287 Darmstadt
Vor dem ersten starken Frost oder Schneefall ist es sinnvoll, das Feldsalatbeet mit Vlies abzudecken. So kann auch noch unter einer Schneehaube geerntet werden. Nach meiner Erfahrung wächst Feldsalat im Frühbeet am besten. Ich habe darin die schönsten und größten Pflanzen gezogen. Außerdem wachsen sie bei sonnigem, kaltem Wetter noch weiter. Wichtig ist es, einen Abstand von rund zehn Zentimeter zwischen den Pflanzen zu lassen. So können sie immer gut abtrocknen und bekommen nur selten Mehltau. Ist es sonnig, muß gelüftet und gegossen werden.
Eine gute und relativ günstige Möglichkeit unter Folie anzubauen bietet das Juwel-Tomatenhaus. Es besteht aus einer wärmeisolierenden Beeteinfassung (Recycling-Kunststoff) und UV-beständiger Folie. Zum Öffnen hat sie seit neuestem einen Reißverschluß. Die Folie wird von vier stabilen Alu-Dachbügeln getragen. Geschickt ist, daß die Seiten des Hauses einfach hochgeschoben werden können und so ein hervorragendes Tomatendach entsteht. Ich habe es dieses Jahr als Gurkenhaus benutzt und darin zusätzlich Basilikum, Paprika und Auberginen erfolgreich angebaut. Die Folie hält Wind, Regen und im geringerem Maße Kälte von den Pflanzen ab. Das 192 x 121 x 165 cm (l/b/h) große Tomatenhaus bietet Platz für maximal acht Tomatenpflanzen und kann relativ schnell aufgebaut und versetzt werden. Verkaufspreis: € 124,90, Ersatzfolie € 20,90. Erhältlich im Gartenfachhandel und in Baumärkten. www.juwel.com
Dezember
Eine lockere
Schneedecke auf Beeten schützt die Pflanzen vor starken Frösten. Die Luft zwischen den Schneekristallen wirkt dabei als natürliche Dämmung. Wird beim Freiräumen der Straßen Schnee auf angrenzende Beete geschaufelt, ist es mit dem Wärmeschutz vorbei. Die Haufen tauen nur langsam ab. Die darunter wachsenden Pflanzen ersticken, oder es siedeln sich Schadpilze an. Im Rasen können durch diesen sogenannten
Schneeschimmel beträchtliche Kahlstellen entstehen.
Jedes Jahr wandern viele Tonnen Kunststoffschnüre aus Gärtnereien oder Hobbygärten auf den Müll. Jetzt gibt es eine umweltfreundliche Alternative aus Papier. Sie wird aus ungebleichtem österreichischen Natronkraftpapier ohne chemische Zusätze hergestellt. Außerdem ist die Papierschnur erstaunlich reißfest, ein bis acht Jahre haltbar und kann kompostiert werden. Für Bastelarbeiten gibt sie es in sechs Farben (Lebensmittelfarben) und zehn Stärken. Die Papierfirma Truchseß hat dafür 2002 einen Umweltpreis gewonnen. Bezugsquellen:
Hummelfreunde sollten jetzt einen Blick in ihre Kästen werfen. Es wird gerne empfohlen, das alte Nistmaterial den Winter über der Natur zur Verfügung zu stellen. Doch nicht immer ist dies ratsam: In manchen
Hummelkästen kann sich Feuchtigkeit sammeln und unangenehme Schimmelbildung einsetzen. Ist das Wetter mild und feucht, sollte man sicherstellen, daß der Kasten nicht leidet. Auch von Wachsmotten befallene Kästen sollten vor dem Winter gereinigt, und das Nestmaterial vernichtet werden. Es genügt in den meisten Fällen den Karton samt Füllung herauszunehmen und die Kästen auszuwischen. Nur bei starkem Wachsmottenbefall müssen zusätzlich die Kokons in Spalten und Ecken entfernt werden. Hymenoptera-Rundbrief
Neben dem regelmäßigen Kontrollieren der Lagerbestände geht es jetzt wieder an die Gartenplanung fürs nächste Jahr. Fehlendes Saatgut muß bestellt werden. Im GR 6/2002 habe ich schon viele Adressen von Biosaatgut-Anbietern genannt. Hier noch ein paar Neuentdeckungen:
- Eike Bretschneider
Nelkenweg 5a
40699 Erkrath-Hochdahl
Tel/Fax 02104/33962
Demeter-Gärtnerin mit ausgefallener Stauden, Gewürz- und Heilkräuter Liste, dazu seltene und alte Gemüsesorten wie Roter Amaranth, Erdkastanie, Gemüsemalve, Hirschhornwegerich, Quinoa u.a.
Außerdem verschickt sie, um die Sorten zu erhalten und nur zur Vermehrung, seltene russische Tomatensorten (gegen einen frankierten Rückumschlag).
- Privates Samenarchiv Gerhard Bohl
Oberfichtenmühle 2
91126 Rednitzhembach
1.400 seltene und historische Gemüse- und Blumensorten, die nicht alle biologisch vermehrt sind (siehe auch GR 4/2003). Sie können zum Versuchsanbau oder zur Vermehrung bestellt werden. Sorten- und Tauschliste gegen € 5,-.
- Erwin Bauereiß
Markgrafenstr. 21
91438 Bad Windsheim
Tel. 09841/2974
Hat eine Liste mit Saatgut und Pflanzen von über 1.250 vorwiegend heimischen Wildblumen. Er hat fast alle Pflanzen aus Samen selbst nachgezogen. Liste gegen € 1,- Rückporto. Außerdem gibt er die literarische Zeitschrift für Natur-Bewußsein "Lebensbaum" heraus und ist Autor von Naturbüchern.
- Veit Plietz
Am See 5
97359 Schwarzach
Tel. 09324/1030
Fax 09324/4729
www.oekokiste-schwarzach.de
Ist Demeter-Gärtner und verschickt Demeter-Jungpflanzen von rund vierzig alten samenfesten Tomaten- und zehn Paprikasorten sowie seltene Topfkräuter.
- Klaus Lang
Mesnergässle 22
88364 Wolfegg
Tel. 07527/5619
Biosaatgut von vielen alten Gemüse- und Kräutersorten. Bietet auch Bio-Erdbeeren an, hat aber nur eine Tomatensorte. Liste gegen Rückporto.
Biologisch-Dynamische Gemüsezüchtung
von Christina Henatsch
Der Kreis der biologisch-dynamischen Gemüsezüchter existiert seit etwa zwanzig Jahren. Sie haben sich im Verein zur biologisch-dynamischen Züchtungsforschung und Kulturpflanzenentwicklung "Kultursaat e.V." zusammengeschlossen. Im Gartenrundbrief 6/2001 wurde auf die Probleme von Hybriden hingewiesen. Mit diesem Artikel soll die biologisch-dynamischen Züchtung vorgestellt werden.
Variation und Selektion
Jede Züchtung besteht vereinfacht gesagt aus zwei Komponenten: der "Variation" und der "Selektion". Bei Fremdbefruchtern, das sind zum Beispiel fast alle Gemüsesorten, gibt es, wenn sie nicht sehr gut durchgezüchtet sind, viel
Variation. Das heißt, die vermehrten Pflanzen haben unterschiedliche Merkmale wie groß/klein, großfrüchtig/kleinfrüchtig, krankheitsresistent/anfällig usw. Bei überwiegend selbstbefruchtende Arten, wie Weizen, Gerste, Hafer, Salat, Tomaten, Erbsen und Bohnen sieht dies anders aus. Die Einzelpflanze bestäubt sich mit sich selbst. Die Bestände sind sehr einheitlich. Hier ist es nötig, zum Beispiel durch Kreuzung (klassische Methode), Variation zu schaffen, damit nachher optimal ausgelesen werden kann. Diese
Selektion macht der Züchter über eine sogenannte positive Massenauslese oder eine Einzelpflanzenauslese, bei der er die besten und schönsten Pflanzen heraussucht.
Gegenüber der bisherigen klassischen Züchtung ist bei uns (Kultursaat) der biologisch-dynamische Anbau neu. Nach unserer Meinung züchtet auch die Umgebung mit, verändert schon die Pflanze oder Sorte. Außerdem gilt bei uns als extra Selektionsmerkmal der Geschmack. Von den Elitepflanzen werden nur die Leckeren weiter vermehrt. Der Züchter sucht also die geeigneten Pflanzen aus, wobei ihm seine gärtnerische Erfahrung hilft. Doch sind die erwerbsgärtnertauglichen Sorten auch qualitativ die Besten? Was sind Beurteilungskriterien? Die Auslese erfordert zudem, daß sich der Züchter ein Bild der Pflanzenfamilie, der Gattung, der Art und der Sorte macht. Wir versuchen uns dem unter anderem durch goetheanistische Studien zu nähern und so das Typische einer Art, einer Sorte zu erfassen. Gehört zur Möhre eine eher konische Form oder die gerade/zylindrische? Gibt es zwischen den beiden einen qualitativen Unterschied? Oder: Der Porree ist ein Zwiebelgewächs mit der typischen zwiebelförmigen Verdickung am Ende des Schaftes. Um ihn schneller putzen zu können, verlangt der Gärtner aber einen absolut geraden Schaft. Verändert das nun den Charakter des Porrees, den ökonomischen Erfordernissen nachzukommen oder macht es nichts aus? Eine biologisch-dynamische Selektion findet also im "Gespräch" mit der Pflanze statt.
Erste Ergebnisse
Um der Frage nachzugehen, ob und wie sich Qualität im Zuge der Selektion unter biologisch-dynamischen Anbaubedingungen ändert, wurden einige Möhrensorten nebeneinander angebaut und analytisch (Trockensubstanz-, Nitrat-, Zucker-, Mineralstoffgehalt) und mit bildschaffenden Methoden (Frau Dr. Balzer-Graf, Forschungsinstitut für Vitalqualität, Wetzikon, Schweiz) untersucht. Die Sorte Rodelika (Züchter D. Bauer, Dottenfelderhof) ist aus der Sorte Rothild (Züchter Hild) durch positive Massenauslese nach Form und Geschmack hervorgegangen, zum Zeitpunkt der Untersuchung in der vierten bzw. fünften Generation.
Untersuchung des Nitratgehaltes
Der Nitratgehalt verringerte sich, wobei keine spezielle Selektion auf nitratarme Möhren stattgefunden hatte, sondern nur auf Form und Geschmack.
Untersuchung der Zuckergehalte
Die Untersuchung der Zuckergehalte liefert dafür eine Erklärung: Im Zuge der Reifeprozesse werden Mono- in Disaccharide umgeformt. Die Verringerung des Monosaccharidgehalts und Erhöhung des Disaccharidgehaltes können als eine Verbesserung des Reifevermögens angesehen werden. Erhöhte Nitratgehalte treten vor allem bei unvollständigen Reifeprozessen auf. Bei Hybriden findet die Umformung von Mono- zu Dissacchariden nur sehr ungenügend statt.
Bildschaffende Methoden
Mit den bildschaffenden Methoden wird der Versuch unternommen, nicht einzelne Stoffe zu einem bestimmten Zeitpunkt zu betrachten, sondern die Gesamtheit der Lebenskräfte ins Bild zu bringen. Im Vergleich von mehreren hundert oder besser tausend Bildern verschiedener Sorten, Arten, Pflanzenorganen, Düngungs- und Reifezuständen, ist es möglich zu Begriffen wie "möhren-, frucht- (auch die Möhre ist eine Frucht, wenn auch nicht im botanischen Sinne) und wurzeltypisch" zu kommen. Diese Merkmale sind bei den samenfesten Sorten stark ausgeprägt und erhöhen sich im Zuge der Selektion. Auch Begriffe wie "vegetativ" und "alternd" sprechen für sich. Im Jugendstadium sollen Pflanzen vegetativen Charakter haben, zur Zeit der Ernte sollten vegetative Prozesse zu Gunsten von Reifeprozessen (Zucker-, Geschmack/Aroma-, Farbbildung) zurücktreten. Hybriden zeigen diese Merkmale nur sehr schwach ausgeprägt, sind dagegen stark vegetativ geprägt und altern schnell.
Züchtungsforschung
Neben dem Anliegen samenfeste Sorten vor dem Verfall zu retten und durch eigenen Nachbau und Selektion wieder marktfähig zu machen, beschäftigt uns die Frage: Wie kann ich als Züchter auf das "Lebendige" wirken, ohne es, wie in der Gen- und Biotechnologie, zu vergewaltigen? Indianische Legenden über die Entstehung des Maises berichten zum Beispiel, daß zu verschiedenen Entwicklungsstadien gesungen und getanzt wurde. In den letzten Jahren haben einige Mitglieder von Kultursaat erste Versuche in diese Richtung getätigt:
- Andreas Zschunke (Sativa Rheinau Schweiz) hat Dill über die gesamte Wachstumsperiode jeden Morgen und Abend berührt. Dadurch wurden die Pflanzen gedrungener und einheitlicher in der Länge. Das war auch noch im Nachbau sichtbar. Zusätzlich war der Gehalt an ätherischen Ölen bei den berührten Pflanzen gesteigert.
- Ute Kirchgässer (Bingenheimer Saatgut AG) hat je eine Gruppe Salat und Löwenzahnpflanzen täglich morgens fünf Minuten mit Quinten bzw. Terzen bespielt. Die Quintenpflanzen wirkten schon im Jugendstadium leicht vergreist und haben keinen Kopf gebildet. Die Terzpflanzen wuchsen bis zur Blütenbildung sehr viel üppiger - und es kam zur Kopfbildung.
- Die Autorin hat Brokkoli im Jahr 2000 zu unterschiedlichen Planetenkonstellationen ausgesät. Im neutralen Nachbau zeigten sich deutliche Unterschiede in der Morphologie. Zum Beispiel ergab die Aussaat Saturn-Opposition-Mond üppige, wenig geformte Blätter, während Jupiter eine sehr starke Formung zur Folge hatte. Die "Venuspflanzen" waren alle sehr gedrungen/gestaucht. Das führte zu der Idee eine alte Sorte, die sehr hochwüchsig ist, aber kleine Köpfe bildet unter Venus auszusäen. Die Pflanzen waren deutlich bis 30cm kürzer und hatten größere Köpfe! Statt generationenlangem Selektieren entstand der gewünschte Effekt in einem Jahr! Auch drückt sich der Charakter der verschiedenen Planeten qualitativ in den Pflanzen aus, was durch intuitive Wahrnehmungsmethoden erfahrbar wird.
- Salatpflanzen wurden im Pflanzloch mit den verschiedenen Biologisch-Dynamischen Kompostpräparaten behandelt. Auch dort ergab sich eine unterschiedliche Gestalt der Pflanzen und der Charakter der Präparate war im Salat sehr stark wahrnehmbar.
Obengenannte Ansätze sind alle als Versuche zu bewerten, die Ergebnisse sind vorläufige. Deutlich wird, daß es sehr viele Möglichkeiten gibt, aus dem Lebendigen heraus Selbiges zu beeinflussen. Die Zukunft der biologisch-dynamischen Züchtung ist es, aus dem immer tieferen Verstehen der Lebensgesetzmäßigkeiten, Hinweise zu finden, wie Pflanzen direkt, gezielt beeinflusst werden können. Dazu gehört, auf der selben Ebene Wahrnehmungsmöglichkeiten zu entwickeln, um Resultate des Eingreifens dann auch qualitativ bewerten zu können. Alles Kreuzen und auch die Gentechnik haben sehr willkürliche, unvorhersagbare Veränderungen zur Folge.
"Kultursaat e.V."
Auguste Viktoria Str. 4
61231 Bad Nauheim
Tel. 06032/918617
www.Kultursaat.com
Die Arbeit des Vereins finanziert sich fast vollständig aus Spenden.
Assoziation biologisch-dynamischer Pflanzenzüchter, www.abdp.org
Gründer des Gartenrundbriefs wird 80
Von Anfang an war es das Ziel von Krafft von Heynitz, Landwirte und Gärtner in die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise einzuführen: So schrieb er 1959 auf seiner Schreibmaschine auch die erste Ausgabe des Gartenrundbriefes. Am 24. Oktober 2003 wurde der Gründer der wohl ältesten Gartenzeitung achtzig Jahre alt. Krafft von Heynitz hat an der Verbreitung und Akzeptanz der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise (bdW), besonders als Bauernberater in Hohenlohe und im Vorstand des Forschungsrings für bdW, maßgebend mitgewirkt. Er organisierte und betreute auch viele Hausgärtner-Arbeitsgruppen. Dabei legte er immer großen Wert darauf, daß auch der anthroposophische Hintergrund in verständlicher Weise den Menschen nahe gebracht wurde.
1960 übernahm er die Geschäftsführung der "Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften in Baden-Württemberg (Demeter Ba-Wü)". Die Redaktion gratuliert Krafft von Heynitz ganz herzlich zu seinem Ehrentag und wünscht ihm weiterhin so viel Schaffenskraft und Freude am Leben wie bisher. Außerdem bedanken wir uns dafür, daß er es neuen Redaktionen problemlos ermöglicht hat, den Gartenrundbrief weiterleben zu lassen.
Demeter im Fernsehen
21. November
SÜDWEST-Fernsehen - Kaffee oder Tee ab 16.05 Uhr
Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl
mit Peter Berg (Demeter-Gärtner in Binzen bei Weil am Rhein)
Telefonnummer für Zuschauerfragen: 0180/2291545
Spedenaufruf Dürre
Das Dürrejahr 2003 hat viele unserer Gärtnereien und landwirtschaftlichen Betriebe schwer getroffen. So hatte zum Beispiel der vom Gartenrundbrief und Fernsehen bekannte Gärtner Peter Berg mehr als die doppelten Ausgaben für Wasser und Bewässerungslohn aufzuwenden als in normalen Jahren. Dazu kommen extreme Ernteausfälle, zum Beispiel bei Lauch und Sellerie. Peter Berg rechnet mit zusätzlichen Kosten von rund € 50.000(!). Besonders stark sind auch ein Teil der milchviehhaltenden Betriebe betroffen. Ihnen fehlt ein Großteil des Winterfutters, da der zweite Grasschnitt nicht möglich war. Weidetiere müssen schon seit August mit Heu zugefüttert werden. Für teures Geld muß Winterfutter zugekauft werden. Da die Mitgliedsbeiträge der Betriebe teilweise Einkommensabhängig sind, gehen auch uns als Verband durch die Dürre wichtige Einnahmen verloren. Sie stehen für unsere umfangreiche Verbandsarbeit nicht mehr zur Verfügung. In dieser Notsituation können Sie uns durch eine Spende sehr unterstützen:
Spendenkonto
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