

Eine Liste mit Adressen von den mir bekannten Biosaatgutanbietern können Sie in der Rubrik Biosaatgut-Anbieter anklicken. Die Liste wird ständig aktualisiert.
Ende des Monats beginne ich mit der Aussaat von Frühsalaten auf der Fensterbank. Dazu gehören Treibsorten für das Frühbeet und mein Lieblingssalat 'Maikönig' fürs Freiland. Ich habe noch keine andere Sorte gefunden, die so zarte und schmackhafte Blätter entwickelt, leichten Frost verträgt und so robust ist. In der untenstehenden Tabelle sind Aussaatzeiten, Anzuchttemperaturen und Pflanztermine von frühen Gemüse und Salat aufgeführt. Damit die Keimlinge nicht zu lang und schwach heranwachsen, hänge ich eine spezielle Pflanzenlampe darüber, die ich mit einer Zeitschaltuhr steuere. Ich mache seit Jahren gute Erfahrungen mit der Energiesparlampe von der Firma "memo". Die neueste Variante heißt Plant Reflector, hat einen Kunststoff-Reflektor und eine Energiesparröhre mit 15 Watt. Sie kostet ca. 30,- EUR. Die Röhre gibt es auch einzeln (E27 Sockel - 12,70 EUR).
memo AG
Am Biotop 6
97259 Greußenheim
Fon 09369/905-0
Fax 09369/905-222
www.memo.de
| Gemüseart | Aussaat | Keimtemp. | Anzuchttemp. | Pflanztermin |
|---|---|---|---|---|
| Paprika | M Januar | 25 | 18-20 | E Mai |
| Früher Kopfsalat | E Januar | 18 | 8-12 | M/E März |
| Früher Kohlrabi | A Febr. | 16-18 | 14-16* | A April |
| Frühkohl | A Febr. | 16-18 | 14-16* | A/M April |
| Sellerie | E Febr. | 20 | 14-16* | M/E Mai |
| Tomaten | M März | 22 | 16-18 | M/E Mai |
| Gurken | E April | 25 | 18-20 | E Mai |
*Nie unter 14-16 Grad anziehen, da sonst Gefahr des frühzeitigen Schossens
A = Anfang, E = Ende, Temperaturen in Grad
Ich beobachte immer wieder gerne, wie die Vögel jetzt bei schönem Wetter, beginnen, Nistplätze zu suchen und die aufgehängten Nistkästen erkundigen. Haben sie sich für einen Platz entschieden, können wir beim Auspolstern ihrer Nester helfen, indem wir Nistmaterial anbieten. In einem Einkaufsnetz oder ähnliches werden Federn aus alten Federbetten gesteckt. Anstatt sie zur Altkleidersammlung zu geben, können sie so noch dem Naturschutz dienen. Die Vögel entdecken schnell die willkommene Nisthilfe und polstern damit ihre Nester aus. Dadurch können die Vögel auch früher mit dem Brutgeschäft beginnen. Bei guter Witterung ziehen sie eventuell sogar eine Brut mehr groß als ohne den Federservice.
Auf einer Kakteenausstellung habe ich eine Firma entdeckt, die verschiedenstes Zubehör für die Pflanzenanzucht anbietet. Darunter auch viereckige Plastiktöpfe in unterschiedlichen Größen, die in kleinen Mengen bestellt werden können. Ich finde die viereckige Form besonders geschickt, da die Töpfe ohne Zwischenraum nebeneinander gestellt werden können. Schon lange suchte ich eine Firma, die Kleinmengen für Hobbygärtner anbietet. Weiter gibt es in vielen Größen und Formen: Saat- und Pikierschalen aus Kunststoff und Styropor, Zimmergewächshäuser, Stecketiketten, Pflanzschalen, Hängeampeln, Samentüten, Netze und Folien fürs Gewächshaus und vieles mehr. Sogar Pflanzenstärkungsmittel, biologische Pflanzenschutzmittel und Nützlinge sind in dem Katalog zu finden.
Frank Götz Pflanzenzubehör
Ammerweg 6
76476 Bischweier
Fon 07222/9493-51
Fax 07222/9493-52
www.goetzpflanzenzubehoer.de
Wer Probleme mit Krankheiten bei Petersilie hat, kann folgendes ausprobieren: Petersilie mit Tagetes zusammen anbauen. Auch zerkleinerte Tagetespflanzen (Foto oben) unter die Aussaatserde gemischt, sollen dabei helfen, daß Petersilie gesund wächst. Wichtig ist auch, daß sie auf keinen Fall am gleichen Ort wie in den Vorjahren gesät oder gepflanzt wird.
Außerdem gibt es wieder Bio-Steckzwiebeln der Sorte 'Sturon'. Sie sind gelb, groß, rund, schossfest, festschalig und sehr lange haltbar. Neu im Angebot ist Bio-Knoblauch.
Bitte fordern Sie die Sortenliste an. Alle Besteller vom letzten Jahr werden automatisch angeschrieben.
Gartenbedarf Clauss
Kolpingstr. 26
73732 Esslingen
Fon 0711/372127
Fax 0711/3704566
GartenClauss@t-online.de
Eine ausreichende Blütenbestäubung durch Insekten ist im Obstanbau die wesentliche Voraussetzung für einen reichen und qualitativ hochwertigen Fruchtansatz. Bisher spielte hierbei die Honigbiene die wichtigste Rolle. Doch die Zahl der Imker nimmt in Deutschland immer weiter ab. Langfristig besteht sogar die Gefahr, daß die Blütenbestäubung durch die in der Umgebung stehenden Bienenvölker nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann. Eine preiswerte Möglichkeit dem entgegenzuwirken ist die Förderung und gezielte Ansiedlung von heimischen Wildbienen. Sie können die Bestäubungsarbeit der Honigbienen wirksam ergänzen und unter bestimmten Voraussetzungen sogar einen wesentlichen Teil davon selbst übernehmen. Für den Obstbau sind besonders einige Arten der Sandbienen (Andrena sp.) und Mauerbienen (Osmia sp.) interessant, da sie in der Zeit der Obstbaumblüte fliegen. Außerdem bestäuben sie sehr gut. Das ist bei Honigbienen nicht unbedingt gegeben. Der Pollentransport der Wildbienen erfolgt zudem trocken, wodurch die Pollenkeimung verbessert wird. Wie die meisten Wildbienen bilden Sand- und Mauerbienen keinen Staat. Jedes Weibchen baut seine eigenen Nester und kümmert sich um die Beschickung der Brutzellen mit Nahrung und Eiern.
Der Aktionsbereich der Mauerbienen ist mit etwa 70 bis 300 Meter bedeutend geringer als bei der Honigbiene. Entsprech-end viele Nisthilfen müssen verteilt werden. Die Flug- und Sammelaktivität dauert vier bis sechs Wochen. Danach sterben die Altbienen ab. Unter normalen Verhältnissen kann mit durchschnittlich drei bis fünf Brutzellen pro Nest gerechnet werden. Durch Leerzellen, ungünstige Witterung oder Parasitierung während der Nistperiode sind allerdings Ausfallraten von über fünfzig Prozent möglich. Außerdem können Probleme durch zu intensive Sonneneinstrahlung im Sommer (vorzeitiger Schlupf möglich!) oder das Anhacken der Niströhren durch Vögel entstehen. Profi-Obstbauer bewahren deshalb die Nisthilfen nach dem Ende der Flugperiode bis zum nächsten Frühjahr an einem geschützten Ort (unter Freilandtemperaturen!) auf. Nach mehrjähriger Nutzung kann durch Krankheits- und Parasitenbefall oder witterungsbedingte Materialschäden (Holzrisse, gespaltene Bambusstücke) die Besiedlung nachlassen. Betroffene Nisthilfen sind rechtzeitig auszutauschen.
Wie jedes Jahr fand Ende Januar auf dem Steighof hoch über dem Lautertal eine Einführung in die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise statt. Geleitet wurde sie vom Hausgartenberater Jochen Maurer. Es kamen zwölf Teilnehmer, wenige, aber um so offenere Menschen jeden Alters und aus ganz verschiedenen Berufsrichtungen: ein Waldorflehrer, Gärtnerehepaar, konventionelle Bauern mit intensiver Schweinehaltung, Manager, Bäuerinnen, die Mut zum Umstellen tanken wollten und eine Demeter-Vollblutgärtnerin. Die Vorträge fanden im großen, hellen Raum des Gästehauses vom Demeter Steighof statt. Es umfing mich mit einer Geborgenheit, die von den Händen dessen herrührt, der in zusätzlicher Arbeit zum Hofbetrieb, das im anthroposophischen Stil erstellte Gebäude innen selbst ausgebaut hat: Karl Treß.
Die Küche servierte uns ein für das Auge schön angerichtetes und schmackhaftes biologisch-dynamisches Essen. Jochen Maurer führte in seiner ruhigen Art locker durch die Tage, stellte flexibel auch mal Programmpunkte um und ließ ein fruchtbares Miteinander durch verlängerte Pausen entstehen. Unsere gemeinsamen Abende wurden sehr lang und selbst der über siebzigjährige Karl Treß stellte sich den Fragen bis tief in die Nacht. Bei den Fach-vorträgen ging es um Bodenprozesse, Düngung, Fruchtfolge, Hausgarten, artgerechte Tierhaltung, den Aufbau des Demeterverbandes und die Hintergründe der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise. In dem Vortrag von Jochen Maurer über die Demeter-Präparate beeindruckte mich besonders das Zitat Rudolf Steiners "Die Menschheit werde einst hungernd vor vollen Töpfen sitzen", dazu die Feststellung, daß Rudolf Steiner als der erste Naturschützer gelte. Im Laufe des Seminars steigerte sich die Aufmerksamkeit der Zuhörer oft in Momente fruchtbaren Schweigens, in denen die Dimensionen der biologisch-dynamischen Bewegung und ihre Bedeutung für die Gesundung der Welt spürbar wurden.
Daß dies alles so war, ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, daß Jochen Maurer mit viel Einfühlungsvermögen den Verlauf des Seminars in Händen hielt. Er gab den Rednern genügend Gelegenheit, ihr Wissen lebendig und mutmachend allen mit auf den Weg zu geben.
Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise
Ort: Freie Bildungsstätte der "hof", 60439 Frankfurt-Niederursel
Termin: 23. bis 29. Januar 2005
Themen: Grundlagen der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise, Geisteswissenschaftliche Grundlagen, Viehwirtschaft, Boden und Düngung, Kosmische Einflüsse, Acker- und Pflanzenbau, Biologisch-Dynamische Präparate, Berichte aus der Forschung, Vermarktung von Demeter-Produkten u.a.
Kosten: Kurs 280,- € , Übernachtung + Verpflegung insg. 245,- €
Anmeldung: Forschungsring, Ursula Reusch, Brandschneise 1, 64295 Darmstadt, Tel. 06155/8412-44, Fax -11, www.Forschungsring.de
Gut schmeckende und leicht nachzukochende Rezepte gibt es einmal wöchentlich auf den umfangreichen Internetseiten von www.oekolandbau.de. Mit diesen Rezepten soll gezeigt werden, daß Kochen mit Bioprodukten genauso gut klappt wie mit herkömmlichen Zutaten und, daß Bio nicht die Welt kostet. Im kostenlosen Newsletter "Donnerstag ist Öko-Tag" gibt es wöchentlich den Link zum saisonalen Rezept der Woche sowie Hinweise auf neue Angebote im Verbraucherbereich von www.oekolandbau.de.