

Park und Garten werden jetzt durch hunderte unterirdische Zwiebelknollen in ein Blütenmeer verwandelt - darunter unzählige dottergelbe, hellblaue, violette und weiße Krokusse. Doch nicht jeder freut sich über den frühen Farbenrausch. Oft liegen besonders die schönen gelben Blüten abgerissen auf dem Boden. Solche "Verwüstungen" in Krokusrabatten gehen auf das Konto von Revierstreitereien der Amseln, die Ende Februar/Anfang März ihren Höhepunkt erreichen. Die stimmfreudigen Männchen stecken die Reviergrenzen neu ab. Liegt dabei ein Krokusbeet im Grenzbereich zweier Reviere wirken gelbe Blüten als Auslöser für die Amselhähne. Sie reagieren ihre Aggression an ihnen ab. Aufblühende Krokusse haben nämlich auffallende Ähnlichkeit mit dem gelborangen Schnabel potentieller Konkurrenten. Das Verhalten tritt unregelmäßig auf, da es unter anderem von der Witterung und dem aktuellen Amselbestand abhängt.
Vor einem Jahr berichtete ich über gute Erfahrungen mit der alten Lauchsorte 'St. Victor'. Ich konnte keine Schäden durch die Lauchminierfliege feststellen. Dieses Jahr sieht es leider anders aus: Die Lauchpflanzen, die im Januar noch auf dem Beet standen, sind stark geschädigt. Ich kann mir vorstellen, daß es am Pflanzzeitpunkt liegt. 2003 setzte ich die Lauchpflanzen zwischen Mitte Mai und Anfang Juni ins Beet, letztes Jahr erst Anfang Juli. Dadurch waren sie noch recht klein, als der Flug der Fliege begann. Bitte teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit der alten Lauchsorte mit. Sie gibt es jetzt auch in kleineren Portionen (in konventioneller Qualität) bei
Gärtner Pötschke
Beuthener Str. 4
41561 Kaarst
Fon 01805/861-100
Fax 01805/861-300
www.gaertner-poetschke.de
Schon jetzt beginnen die Schnecken wieder aktiv zu werden. Besonders die kleine schwarze Garten-Wegschnecke und Genetzte Ackerschnecke finden das erste Grün unserer Jungpflanzen im Frühbeet sehr schmackhaft. Immer wieder bekomme ich Informationen über neue Mittel gegen die ungeliebten Mitesser. Nicht alle kann ich selber ausprobieren, da mein Garten in Hohenlohe relativ schneckenfrei ist. Deshalb stelle ich zwar neue Methoden vor, kann aber nichts über ihre Wirksamkeit berichten. Eine neue Schneckenfalle arbeitet mit einem Lockmittel. Es besteht nach Angaben der Firma aus natürlichen Rohstoffen. Die Schnecken werden nicht getötet, sondern gefangen. Die Falle würde erfolgreich in der Kleingartenanlage des Instituts für Gemüsebau der Fachhochschule Weihenstephan eingesetzt.
GrünTeam GmbH
Hofmark 13
82393 Iffeldorf
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SchleichDichSchneck ist ein Schnecken- Mittel, daß aus sieben Blütenmittelessenzen (Bachblüten) besteht. Die Pflanzen sollen energetisch vor dem Angriff der Schnecken geschützt werden. Sie selbst würden lediglich den Impuls, sich von Ihren geliebten Pflanzen fernzuhalten, bekommen.
SchleichDichSchneck
Postfach 9007226
81507 München
Fax 089/62303441
www.schleichdichschneck.de
Gerne verwende ich als Zugabe in Salatsaucen Blätter der Salatrauke. Sie hat einen leicht nussigscharfen Geschmack. Die Salatrauke Eruca sativa ssp. sativa ist einjährig und sollte vor der Blüte geerntet werden, da sie sonst zu scharf schmeckt. Die Wilde Rauke Rucola selvatica ist mehrjährig, noch etwas pikanter und mit kresseähnlichem Geschmack.
Ich finde, daß sie noch etwas nussiger schmeckt als die Salatrauke. Da Rauken sehr unempfindlich gegen Frost und Kälte sind, können sie schon jetzt ins Freiland gesät werden. Ich säe sie etwa alle zwei Monate nach, damit ich laufend junge Blättchen ernten kann. Die Wilde Rauke konnte ich sogar im Winter an frostfreien Tagen schneiden. Seit neuestem gibt es Züchtungen, die beide Arten in einer Sorte vereinigen. Eine heißt 'Runway' und soll mildwürzig und angenehm nussig schmecken. Konventionelles Saatgut führt Gärtner Pötschke (Adresse siehe oben).
Letztes Jahr habe ich das erste Mal Schopfsalbei Salvia viridis ausgesät. Seine kleinen blaugrünen Blätter sind sehr dekorativ, die blau bis rosa Blüten jedoch nicht sehr auffällig. Dafür schmückten sie meine Beete bis in den November hinein. Als sich die Blüten braun färbten, habe ich einen Teil bis auf die Blätter zurückgeschnitten. Dadurch blühten die Pflanzen den ganzen Sommer lang. Schopfsalbei kann ab April direkt ins Freie gesät werden. Er sät sich gerne selber wieder aus, wenn ein paar Blütenstände stehengelassen werden. Bei mir keimten im Herbst schon wieder neue Pflänzchen.
Die Freilandkultur von Zuckermelonen ist in vielen Gegenden Deutschlands reine Glücksache. Die meisten Sorten haben zu hohe Wärmeansprüche oder reifen während eines kurzen Sommers nicht aus. Nicht so die Taschenmelone, welche überall dort gut wächst, wo auch Freilandgurken gedeihen.
Die Zier- oder Taschenmelone gehört zur heute nicht mehr angebauten Dudaim-Gruppe (Cucumis melo convar. dudaim). Sie wird auch 'Königin Annes Taschenmelone' oder 'Ledermelone' genannt. Ihre runden bis eiförmigen Früchte haben eine etwas ledrige Haut, sind flaumig behaart wie Aprikosen und wiegen 70 bis 100 Gramm bei fünf bis sieben Zentimeter Durchmesser. Unreif sind Taschenmelonen dunkelgrün mit helleren Streifen. Reif wandelt sich die Farbe in braun-gelb. In diesem Stadium tritt auch die Essreife ein. Vollreif duften Sie hervorragend. In früheren Zeiten trugen feine Damen die Früchte in der Rocktasche mit sich, damit sie den Körpergeruch etwas übertünchten. Daher stammt auch der Name Taschenmelone. Heute sind die Früchte eher eine Duft- und Dekofrucht fürs Zimmer. Die Minimelonen sind robust, lagerfähig und reifen relativ früh. Werden sie länger gelagert, verschwimmt die Farbe in ein helles Ockergelb. Der Duft nimmt dann jedoch ab. Taschenmelonen sind nicht so fest- und dickfleischig wie Zuckermelonen, aber ebenso süß und angenehm im Geschmack. Die Früchte werden in der Mitte durchgeschnitten und ausgelöffelt. Das Fruchtfleisch ist weiß mit geringem Samenanteil, wie bei Gurken. In einigen Südstaaten der USA werden unreife Früchte wie Essiggurken eingelegt oder Marmelade daraus gemacht.
Die Kultur der Taschenmelone ist relativ einfach und gleicht dem Anbau von Gurken. Man sät im April unter Glas aus und setzt die Jungpflanzen nach dem letzten Frost ins Freie. Wichtig ist dabei ein stark mit Mist oder Kompost versetzter Boden und eine warme, sonnige Lage. Da die Pflanzen etwa eineinhalb Meter ranken, ist ein Pflanzenabstand von 80 Zentimeter nötig. Pro Pflanzstelle können drei Pflänzchen gesetzt werden. Nach dem fünften Blatt sollten die Triebe entspitzt werden. Bei Kälte müssen die Pflanzen noch einige Wochen mit Vlies oder Folie geschützt werden. Danach beschränkt sich die Pflege auf gelegentliches Gießen mit angewärmtem Wasser. Notfalls kann etwas flüssig nachgedüngt werden. Der Wasser- und Nährstoffbedarf ist etwas geringer als bei Gurken. Die Blätter sind nicht so empfindlich wie die anderer Zuckermelonen und auch im Herbst (meist bis zum Frost) noch gesund. Erste reife Früchte lassen sich gegen Anfang September ernten. In der Regel werden reife und unreife Früchte eingesammelt, nachdem das Laub erfroren ist.
Gärtnerei Palatini
Henning-von-Tresckow-Weg 2
29614 Soltau
Fon 05191/978-428
Fax 05191/978-429
www.gaertnerei-palatini.de
(Samenportion gegen Spende von € 1,50, gehört keinem Bioverband an, arbeitet
nach eigenen Angaben nahezu biologisch, Katalog nur im Internet, Pflanzen auf
Wochenmärkten in Norddeutschland)
Die Züchtungsziele und Züchtungsmethoden der konventionellen Saatgutindustrie unterscheiden sich deutlich von denen der Öko-Züchter. Während es im Konventionellen vorwiegend um hohen Ertrag, Gleichförmigkeit und Kompatibilität mit Agro-Chemikalien geht, legen Öko-Bauern und -Gärtner mehr Wert auf Ernährungsqualität und natürliche Widerstandskräfte.
Biosaatgutanbieter, die langjährig nachgebaute Sorten anbieten, finden Sie hier.