23. Mai 2013
Aktueller Inhalt
Arbeitskalender März / April
von Iris Mühlberger
- Lila Blätter bei Tomatenanzucht
- Butterkohl
- Wild-Salate und -Gemüse
- Neuer Rasenlüfter
- Gelber Buddleja
- Neue Herbsthimbeere
- Hornmistausbringung
- Zwiebelfliege
März

Butterkohl
Jetzt keimen bestimmt schon wieder viele Samen auf der Fensterbank oder im Glashaus. Frühe Salate können ins Frühbeet und ab Mitte des Monats ins Freiland gepflanzt werden. Der März ist ideal, um
Tomaten auszusäen. Die Anzuchttemperatur sollte möglichst nicht unter 18 Grad liegen. Bei Temperaturen unter 14 Grad ist die Phosphoraufnahme gehemmt. Die Pflanzen kümmern und werden rötlich-blau. Das zeigt sich besonders deutlich unter den Blättern.
Auch Frühkohl kann, wenn es warm genug ist, ins Frühbeet gesät werden. Die letzten Jahre hatte ich das Glück, immer noch eine Quelle für Butterkohl-Saatgut zu finden. Dieses Jahr gelang es mir in Deutschland nicht mehr. Butterkohl hat leicht gekräuselte Blätter und ähnelt Wirsing. Der Kopf des alten Gemüses ist leicht oval und locker. Er schmeckt sehr schön mild und fein. Lässt man das Herz stehen, kann mehrfach bis zum Herbst geerntet werden. Wenn Sie, liebe Leser/innen, noch Butterkohlsamen haben, wäre es schön, wenn Sie mir Ihre Bezugsquelle nennen oder ein paar Körner an folgende Adresse senden könnten:
Demeter Baden-Württemberg
Gartenrundbrief
Hauptstr. 82
70771 Leinfelden-Echterdingen
Die Natur liefert uns im Frühjahr kostenlos Wild-Salate und -Gemüse. Besonders gerne bediene ich mich an Blättern von Gänseblümchen (auch Knospen), Knoblauchsrauke, Bärlauch, jungem Giersch und Brennnesseln. Löwenzahn und Schafgarbe sind mir zu bitter und Gundermann zu intensiv im Geschmack. Die Wildkräuter sollten sehr gut gewaschen werden. Für Salat werden die Brennnesselblätter kurz in heißem Wasser blanchiert.
Immer wieder stoße ich auf neue Biosaatgutanbieter. Diesmal ist es der Biogartenmarkt Keller in Freiburg. Im Angebot hat er Demeter- und anderes Biosaatgut von Gemüse, Kräutern, Blumen und als Besonderheit, Demeter-Gründüngungssaaten. Neu ist ein Rasenlüfter. Die Zähne werden in den Boden gestoßen. Durch leichtes Hin- und Herbewegen wird der Untergrund gelockert, ohne dass die Fläche uneben wird. Durch die Löcher wird der Boden belüftet und Wasser besser und schneller aufgenommen. Die Zähne können separat bestellt und an eine vorhandene Bio-Grabegabel montiert werden.
Weitere Gartenprodukte:
Organische Dünger, Schneckenzäune, Erdtopfpressen, Radhacke, Abflammgeräte, Kleinsämaschinen, Pflege- und Schutzmittel
Preise: Rasenlüfter € 91,90, Ersatzzähne € 27,50
Biokeller
Konradstr. 17
79100 Freiburg
Fon 0761/7063-13
Fax 0761/7063-14
www.biokeller.de

Schmetterlingsflieder
Falter und Bienen lieben ihn: den Schmetterlingsflieder
Buddleja. Bisher gab es ihn in Rosa, Rot, Lila und Weiß. Seit neuestem gibt es die gelben Sorten B. weyeriana 'Golden Glow' und 'Sungold', deren Blüten leicht nach Honig duften. Es sind Kreuzungen aus B. davidii und der nicht winterharten B. globosa. Wie alle Schmetterlingsflieder brauchen auch sie viel Sonne und sind nicht sehr anspruchsvoll. Die Gelben wachsen auch auf trockenen, mageren Böden, sind aber etwas wärmebedürftiger als herkömmliche Sorten. Ein Winterschutz ist besonders im Pflanzjahr anzuraten. Außerdem wird empfohlen, erst zu schneiden, wenn kein Frost mehr kommen kann und die Pflanzen schon treiben. Das kann Ende April bis Mitte Mai sein. Frieren die Triebe trotzdem einmal ab, treiben Buddlejas meistens vom Grund auf neue Triebe, die im selben Jahr blühen.
'Sungold' führt
Bioland-Baumschule Pöhler
Flachsmoor 1
49685 Höltinghausen
Fon 04473/1335
Fax 04473/6435
www.Bioland-Baumschule.de
'Golden Glow' führt
Syringa
Bachstr. 7
78247 Hilzingen-Binningen
Fon 07739/1452
Fax 07739/677
www.syringa-samen.de
April

Aroma Queen Himbeere
© Hummel
Eine neue
Herbsthimbeere heißt "Aroma-Queen S Hz". Sie kann jetzt gepflanzt werden. Die Früchte sollen sehr süß schmecken mit einem feinem Aroma, das an Waldhimbeeren erinnert. 'Aroma-Queen' soll sich außerdem sehr gut zum Einfrieren eignen, da sie nach dem Auftauen ihre Form behält. Die Ernte beginnt Mitte August und dauert mindestens acht Wochen. 'Aroma-Queen' soll andere Sorten im Ertrag übertreffen. Sie wächst stark und benötigt kein Gerüst, da die Ruten sehr kräftig sind und aufrecht stehen. Wie bei Herbsthimbeeren üblich, werden auch bei 'Aroma-Queen' alle Ruten im November/Dezember bodennah zurück geschnitten.
Eine kleine Menge an Bio-Pflanzen (außerdem ab Sommer Bio-Erdbeeren) führt:
Reinhold Hummel
Köstlinstr. 121
70499 Stuttgart
Fon 0711/860083-0
Fax 0711/860083-20
www.hummel-erdbeeren.de
Ist der Boden erwärmt, wird als erstes Biologisch-Dynamisches Präparat im Jahr Hornmist nachmittags ausgebracht. Es fördert das Bodenleben und regt das Wurzelwachstum an. Etwa fünf Gramm Hornmist werden in fünf Liter erwärmtes Regenwasser gegeben und eine Stunde lang gerührt. Die Drehrichtung wird dabei immer wieder gewechselt. Danach wird der dynamisierte Hornmist am besten mit einem Handfeger grobtropfig auf Beete und Flächen verteilt. Der Boden darf auf keinen Fall gefroren sein, da das Präparat sonst nicht wirkt. Nähere Infos gibt es auch bei den Treffen der Demeter-Hausgartengruppen (siehe unten). Mitglieder erhalten einmal im Jahr alle Präparate kostenlos. Adressen aller Gruppen in Deutschland stehen hier.
Oft faulen bis zur Ernte ein Teil der im April gesteckten Zwiebeln. Schuld daran ist die Zwiebelfliege. Sie sieht der Stubenfliege ähnlich, ist etwas schlanker, rund 7 mm groß und gelblichgrau. Die 1 mm großen Eier und 5 bis 8 mm großen Maden sind weiß. Die erste Generation, die ab Mitte April fliegt, richtet den größten Schaden an. Die Weibchen legen bis zu hundert Eier an den Zwiebelgrund. Die Maden fressen sich in die Zwiebeln ein und verpuppen sich nach drei Wochen. Es entstehen ca. 6 mm große Tönnchen. Die Maden verursachen zusätzlich eine Bakterienkrankheit, wodurch die Pflanzen faulen. Die zweite Generation von Larven schlüpft Ende Juni bis Ende Juli. Sie fressen sich ebenfalls vom Boden her in die Zwiebeln ein. Auch Knoblauch und Lauch werden befallen. Auf keinen Fall darf zum Düngen frischer Mist oder organischer Dünger verwendet werden. Das zieht die Fliege magisch an. Vorbeugend kann während der Flugzeit Rainfarn- oder Wermuttee zweimal wöchentlich gegen Abend gespritzt werden. Einen sicheren Schutz bietet nur ein Gemüsefliegennetz.
Süße Trauben am Haus
von Iris Mühlberger

Weinrebe, eine ideale Kletterpflanze
© BLE, T. Stephan
Die Weinrebe ist eine ideale Kletterpflanze, bringt nicht nur herrlich süße und saftige Früchte, sondern ist auch eine schöne Zierde und ein schützender Mantel fürs Haus. Moderne Sorten gedeihen bis auf 850 Meter Höhe. Sie sind dazu widerstandsfähig gegen Mehltau, der gefürchtetsten Krankheit im Hobbyanbau. Reben wachsen besonders gut im Weinbauklima, an einer Pergola, Süd- oder Ostwand. Meistens werden sie in Containern angeboten. Am besten wird im Frühjahr gepflanzt, wenn sich der Boden erwärmt hat. Ballenpflanzen können ganzjährig gepflanzt werden.
Biologisch-dynamischer Start
Weinreben lieben humosen, gut durchlässigen Boden mit etwas Kalkgehalt. Vor der Pflanzung sollte ca. 60 cm tief umgegraben werden. Am besten ist es, im Vorjahr eine Gründüngung auszusäen. Zur Bodenverbesserung wird bei der Pflanzung Kompost oder Rindenhumus eingearbeitet. Demeter- Winzer geben noch den biologisch-dynamischen Mäusdorfer Rottelenker in geringen Dosen, wie Salz in der Suppe, dazu (siehe GR 4/2001). Er harmonisiert und regt Umsetzungsprozesse im Boden an. So können sich Bodenleben und Pflanzenwurzeln optimal entwickeln. Der Wurzelballen wird vorsichtig aufgelockert, gut gewässert und der Edeltrieb auf drei Augen zurückgeschnitten. Ist die Rebe sehr kräftig, bis auf ca. 30 cm Höhe zurückschneiden. Die Pflanze wird in ein etwa 40 cm tiefes Loch gesetzt, mit der Veredelungsstelle 3 cm über dem Boden. Zur Hauswand sollten mindestens 20 cm Abstand eingehalten und der Trieb schräg zur Wand gepflanzt werden. Am Ende wird ausgiebig gewässert und der über dem Boden herausragenden Trieb mit feuchter, lockerer Erde 5 cm hoch angehäufelt. Das schützt gegen Austrocknen und Spätfröste. Sobald ein Jungtrieb die Abdeckung durchstoßen hat, wird die Erde entfernt, damit sich keine neuen Wurzeln bilden.
Der Cordon mit drei Reben
(Skizze nur im Heft)
Der Pflanzabstand der Reben richtet sich nach der Form des Spaliers. Hier soll nur auf die klassische Erziehung zum sogenannten "Cordon" eingegangen werden. Das Häberli Obst- und Beerenzentrum Schweiz (www.haeberli-beeren.ch) gibt folgende Anleitung: Beim Cordon entwickelt die Rebe zwei waagrechte drei bis vier Meter lange Äste auf denen senkrechte Seitentriebe ca. 80 cm hoch wachsen (siehe Skizze S.5). Für eine Wand drei auf vier Meter (breit) werden drei Rebstöcke benötigt. Das heißt für jeden Cordon einen. Der unterste sollte 30 bis 60 cm über dem Boden wachsen, mit einem Meter Abstand zum nächsten. Die mittlere Pflanze bewächst die unteren drei Spanndrähte. Den Haupttrieb der rechten Pflanze lässt man soweit wachsen, bis er die mittleren drei Spanndrähte erreicht hat und lenkt ihn am untersten dieser drei Drähte entlang. Ebenso verfährt man mit der linken Pflanze, die die oberen drei Spanndrähte als Stütze nutzt. Die Reben werden am Drahtspalier mit etwas Abstand zur Wand befestigt. So trocknen Blätter und Früchte schnell ab. Natürlich können Weinreben auch an Pergolen und Balkongittern entlang gezogen werden. Weitere Beispiele für Spalierformen und praktisches Rankzubehör gibt es bei FassadenGrün. Doch egal, was der Rebe als Stütze dient, für gute Erträge sind die richtigen Schnittmaßnahmen entscheidend.
Richtiger Schnitt für gute Ernten
Geschnitten werden sollte im Februar oder März. Der Schnitt erfolgt ca. 3 cm oberhalb des Auges, damit es nicht austrocknet. Im Pflanzjahr wird der Haupttrieb regelmäßig angebunden. Bei guter Pflege kann er bis zu zwei Meter lang werden. Geiztriebe werden über dem zweiten Blatt entspitzt. Treiben sie wieder aus, werden sie erneut zurückgeschnitten, damit sie dem Haupttrieb keine Nährstoffe entziehen. Blütenstände werden entfernt, da sie die junge Pflanze schwächen. Im August wird die Spitze des Haupttriebes abgeschnitten. So kann das Holz gut ausreifen. Ist der Haupttrieb als Stamm zu dünn, sollte er im nächsten Winter wieder auf ein bis zwei Augen zurückgeschnitten werden. Dann wird wie im ersten Jahr verfahren. Ist der Stamm stark genug, kann mit der Erziehung begonnen werden. Trauben bilden sich nur am einjährigen Holz, das dem zweijährigen Holz entspringt. Bei vielen Edelsorten sind die untersten Augen bereits fruchtbar. Dann wird der so genannte "Zapfenschnitt" angewendet. Der Zapfen steht auf älterem Holz und hat zwei Augen. Aus dem oberen Auge wächst die "Tragrute", an der die Trauben wachsen. Aus dem unteren Auge wächst die Ersatzrute. An ihr sollte maximal eine Traube belassen werden. Im Winter wird die abgetragene Tragrute entfernt und die Ersatzrute auf zwei Augen eingekürzt. Das ist der neue Zapfen. Bei allen Erziehungsmethoden wird der Leittrieb entsprechend gebunden und zu seiner Stärkung beim Winterschnitt eingekürzt. Im Sommer (Mai/Juni) werden alle Jungtriebe aus Nebenaugen sowie Wasserschosse ausgebrochen. Die Triebe ab 30 cm Länge werden angeheftet, der Leittrieb im August entspitzt und Geiztriebe eingekürzt.
Hornmist und Hornkiesel kräftigen die Pflanzen
Ab dem zweiten Jahr wird im März ein organischer Dünger oder eine kräftige Kompostgabe, eventuelle mit Steinmehl gemischt, leicht eingearbeitet. Auch eine 1:5 verdünnte Brennnesseljauche hat sich bewährt. Im Frühjahr wird gründlich gewässert, im Sommer wenig. Eine Mulchschicht die im März/April aufgebracht wird, dankt die Rebe mit gesundem Wuchs. Nachdem es frostfrei ist, kann mit Hornmist behandelt werden. Bekommen die Reben Echten oder Falschen Mehltau können biologische Mittel helfen, siehe
GR 5/2005 Seite 2. Regelmäßige vorbeugende Spritzungen mit Ackerschachtelhalm haben sich ebenfalls bewährt. Erfahrungen verschiedenener Profi-Weinbauer zeigen, dass der Einsatz von Hornkiesel unterschiedliche Wirkungen haben kann. Eine bessere Ausreifung, festere Früchte und höhere Widerstandsfähigkeit gegen Pilzinfektionen wurde bei einer Hornkieselanwendung ab dem Beginn der Reife, wenn die Früchte weich werden, festgestellt. Wird in die Blüte gespritzt, können Früchte verrieseln, was zu größeren und schneller abtrocknenden Früchten führt. Das Holz der Triebe reifte besser aus, wenn Hornkiesel nach der Ernte nachmittags gespritzt wurde. Die Trauben werden an verschiedenen Stellen am Gerüst zu unterschiedlichen Zeiten erntereif. Sie werden nur so lange süßer, wie das Laub gesund ist. Stirbt es ab, verändert sich der Zuckergehalt nicht mehr. Bei etwa -2 Grad erfrieren die Früchte. Sie sollten vorher roh gegessen, zu Gelee verarbeitet oder als Rosinen getrocknet werden.
Pilzfeste Tafeltrauben
(Fotos nur im Heft)

Palatina
© FassadenGrün
- Glenora
gelbe Frucht, geringe Ansprüche, kleine Kerne, auch für schlechte Lagen
- Hecker
gelb, geringe Ansprüche, große Trauben, zur Weinbereitung geeignet, etwas geringer frosthart
- Birstaler Muscat
grün-gelb, frühe Reife mit langer Erntezeit, sehr süß mit feinem Muskataroma, kräftiger, aufrechter Wuchs, gute Frosthärte, soll die am meisten pilzresistente Sorte sein, auch ideal für Bio-Winzer
- New York (Lakement)
grün-gelb, kernlos, Reife Mitte bis Ende September, feines Fruchtaroma, mild im Geschmack
- Palatina
grün-gelb, mittelfrühe Reife, starker, aufrechter Wuchs, fruchtig-süßer, sehr guter Geschmack, würziger Muskatton, gute Frosthärte
- Königliche Esthertraube
blau, geringe Ansprüche, große Beeren
- Blauer Riese
blau, Fleisch leicht gelblich, wenig Kerne, sehr große fleischige Beeren, spät reifend, ideal für Pergolas, vollreif sehr aromatisch nach Rosenblüte schmeckend
- Muscat bleu
große Beeren, frühe Reife, stark wüchsig, Muskataroma, feste Schale, gelbes Laub
- Nero
blau, Reife Mitte September, stark wüchsig, süß, sehr schmackhaft, gute Frosthärte
- Lilla
grün, Reife ab Mitte September, kräftiger Wuchs, große Beeren, harmonischer, neutraler Geschmack, Kerne kaum störend
- Romulus
grün, kernlos, harte Beerenhaut, geringe Ansprüche, stark wüchsig, rote Herbstverfärbung
Quellen: Bayerische Gartenakademie, FassadenGrün, Baumschule Rombach
Bio-Reben Muscat bleu, Glenora, Blauer Riese (eigene Züchtung) u.a. führt
Naturland-Baumschule Rombach
Brechterstal 1
79336 Herboldsheim-Wagenstedt
Fon 07643/912050
Fax 07643/1591
www.baumschule-rombach.de
Mäusdorfer Rottelenker verschickt
Christian v. Wistinghausen
74653 Künzelsau-Mäusdorf
Fon 07940/2230
Fax 07940/4911
C.v.Wistinghausen@t-online.de
FassadenGrün Sven Taraba
Leopoldstr. 12
04277 Leipzig
Fon 0341/225-7810
Fax 0341/225-7639
www.fassadengruen.de
Termine Demeter-Hausgartengruppen in Baden-Württemberg
Kochkurs mit Demeterprodukten Anmeldung erforderlich bei Tel. 07162/24578 (Herr Blind) |
| 10. März |
18.30 Uhr |
HG Göppingen-Faundau, Schulküche der Wschu |
|
| Biotechnologie beim Saatgut - ein Fortschritt, der keiner ist |
| 25. März |
20.00 Uhr |
HG Tübingen, Carsten Tiede, Haus d. anthrop. Arbeit, Wächterstr. |
|
| Kompost im Garten |
| 29. März |
20.00 Uhr |
HG Schwäbisch Gmünd, Wschu, Scheffoldstr. 136, Unterbettringen |
|
| Film und Vortrag "Geheimnisse des Wassers" |
| 17. März |
20.00 Uhr |
HG Ulm, Wschu, Römerstr. 97 |
| 8. April |
14.30 Uhr |
HG Stuttgart, Gartenhäuschen Schulgarten Wschu Uhlandshöhe |
| 24. April |
20.00 Uhr |
HG Nürtingen, Wschu, Erlenweg 1 |
| 26. April |
20.00 Uhr |
HG Esslingen, Wschu, Weilstr. 90, Pliensau-Vorstadt |
| 27. April |
20.00 Uhr |
HG Reutlingen, Wschu, Moltkestr. 29 |
|
| Film und Vortrag "Sepp Holzer - der Agrar Rebell" |
| 2. April |
14.30 Uhr |
HG Wain, Firma Sonne, Hauptstr. 21, Burgrieden |
| 6. April |
20.00 Uhr |
HG Biberach, Haus der Christengemeinschaft beim Stadtfriedhof Richtung Rindenmoos |
| 9. Mai |
19.30 Uhr |
HG Karlsruhe/Pforzheim, Kindergarten Langensteinbach |
Referent bei allen Veranstaltungen:
Jochen Maurer
Demeter Hausgartenberater
Fon 07344/21500
HG= Hausgartengruppe, Wschu=Waldorfschule
Demeter im Fernsehen
Jeden Mittwoch, ca. 16.40 Uhr in der Sendung "Kaffee oder Tee" (SÜDWEST-Fernsehen)
Peter Berg
Demeter-Gärtner aus Binzen bei Weil am Rhein
Thema Gemüsegarten
Imkern mit Naturwabenbau - Teil 2
von G. Friedmann, Demeter Imker

Oft beginnen Bienen an mehreren Stellen gleichzeitig zu bauen
Naturwabenbau bedeutet konkret, dass die Bienen innerhalb beweglicher Rähmchen ihre Waben selbst bauen können. Das Ziel der Demeter-Imker ist es, von den Bienen schöne Waben errichten zu lassen, die einen angemessenen Anteil von Arbeiterinnenbrut haben.
Stabile Wabe und Bauhilfen
Eine Stabilisierung der Wabe ist notwendig, damit sie beim Bewegen der Völker oder bei der Einfütterung, nicht abreißen. Bewährt hat sich dazu Edelstahldraht. Außerdem brauchen die Bienen an den Oberträ gern der Rähmchen Bauhilfen in Form von schmalen Anfangsstreifen, Wachsdreiecken oder gewachsten Holzleisten. Diese Bauhilfen sind der Ansatzpunkt für die Bildung einer Bautraube. Es wurde beobachtet, dass Bienen oft an zwei oder drei Stellen gleichzeitig zu bauen beginnen. Diese Wabenstücke wachsen später zu einer Fläche zusammen. Werden Natur- oder Kunstschwärme komplett auf Leerrähmchen mit entsprechenden Anfangsstreifen eingeschlagen, so ist streng darauf zu achten, dass die Beute vorher mit einer Wasserwaage ausgerichtet wird. Bienen bauen ihre Waben immer im Lot.
Für eine erfolgreiche Imkerei müssen Naturwaben einen angemessenen Anteil an Arbeiterinnenbrut aufweisen. In der Erprobungszeit des Naturwabenbaues verzichteten viele Imker beim Erweitern ihrer Völker auf den einfachen Einsatz von Mittelwänden und hängten stattdessen Leerrähmchen zu. Darin entstand vorwiegend Drohnenbau. In den Völkern dominierten Drohnen, Ertrag und Volkstärke gingen zurück. Heute wissen wir, dass schöne Arbeiterinnenbrutwaben vorwiegend über die Nutzung des Schwarmtriebes für die Vermehrung entstehen.
Naturschwärme oder vorweg genommene Schwärme (die Völker sind im Schwarmtrieb) errichten zunächst schöne Waben mit Arbeiterinnenzellen. In meiner Imkerei werden zwei Drittel der Bauerneuerung über den Schwarmprozess geleistet. Auch die neuen Jungvölker aus den schwarmlustigen Völkern bauen schöne Naturbauwaben.
Die ideale Zeit für die Umstellung auf Naturwabenbau ist die Schwarmzeit. Am einfachsten geht es mit einem Naturschwarm. Wird er in eine neue Behausung eingesetzt, bekommt er statt Mittelwänden einfach Leerrähmchen mit Anfangsstreifen als Bauhilfe. Es ist sinnvoll, die Zahl der Rähmchen an die Größe des Schwarmes anzupassen. Ein normaler Schwarm mit etwa zwei Kilo Bienen erhält sechs bis neun Rähmchen, je nach verwendetem Rähmchenmaß. Er kann mit einer Futtertasche, die mit kandiertem Blütenhonig oder Zuckerteig gefüllt ist, eingeengt werden. Die Futtergabe soll den Bautrieb auch bei Trachtlosigkeit aufrechterhalten. Innerhalb der ersten Tage nach dem Einschlagen in die neue Beute wird der Schwarm die Rähmchen etwa zu einem Drittel mit Naturwaben ausbauen, die nur aus Arbeiterinnenzellen bestehen. Danach legen die Bienen einen Baustopp ein. Die Königin belegt die neu gebauten Zellen mit Eiern. Wenn die erste Brut des Schwarms geschlüpft ist, beginnen die Bienen erneut zu bauen. Erst gegen Ende des Sommers entstehen die ersten Drohnenecken. Das aus dem Schwarm gebildete Volk wird nun auf den ausgebauten Naturwaben eingewintert und im Frühjahr mit Leerrähmchen erweitert. Ab der Kirschblüte werden die Bienen vorwiegend Drohnenbau errichten. Im Spätsommer werden die Drohnenwaben beim Herrichten des Wintersitzes wieder ausgeschieden.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Allgemeinen Deutschen Imkerzeitung ADIZ.
Teil 3 und 4 erscheinen in den nächsten Ausgaben.
Aktion Bantam Mais - Zuckermais gegen Gentechnik aussäen

Aktion Bantam Mais
Die "Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit" (neun Saatgutunternehmen und -vermehrungsinitiativen) und "Save our Seeds" haben die Aktion "Bantam-Mais" gestartet. Das Ziel: 100.000 kleine Anbauflächen mit dem Zuckermais 'Bantam', der kein Hybrid, schmackhaft und robust ist. Das Saatgut kommt aus biologisch-dynamischem Anbau. Wer noch keines erhalten hat, kann es kostenlos bei Save our Seeds bestellen.
Die Aktion steht für eine gentechnikfreie Landwirtschaft, Saatguterzeugung und Kulturpflanzenvielfalt. Das Bundessortenamt hat auf Veranlassung von Horst Seehofer erstmals Gentech-Sorten für den gewerblichen Anbau zugelassen. Der Pollen kann benachbarte gentechnikfreie Kulturen befruchten, auch in Hausgärten.Wind und Insekten können ihn hunderte Meter, zuweilen Kilometer weit tragen. Machen Sie deshalb bei dieser Aktion mit und säen Sie 'Bantam' in Ihrem Garten aus. Teilen Sie Ihre Anbaufläche den Organisatoren mit. Im Gegensatz zu gängigen Hybrid-Sorten, können die Körner von 'Bantam' als Saatgut weiter vermehrt werden.
Wenn Sie Bantam-Mais anbauen, schauen Sie im Internet nach, ob in Ihrer Nähe GVO-Mais angebaut wird unter
http://de.einkaufsnetz.org/download/genmais.html.
Wenn Ihre Maisfläche in der Nähe eines Anbaugebietes liegt, können Sie einen Antrag auf Auskunftspflicht stellen und den Schutz des Bestandes fordern (Formular gibt es unter www.bantam-mais.de Rubrik Aktuelles). Bitte melden Sie dies
außerdem an
gentechnikfreie-saat@gmx.de oder
Siegried Herbst
Fon 05 11 / 1 31 73 05
Save our Seeds
Marienstr. 19-20
10117 Berlin
Fon 0 30 / 24 04 71 46
Fax 0 30 / 2 84 82 30
www.bantam-mais.de
Weleda Nachrichten
Hier geht es zwar weniger um Gartenthemen. Jedoch sind die Weleda Nachrichten immer wieder eine wunderbare Quelle für Artikel rund um das gesunde Leben. Wer sich für biologischen und bio-dynamischen Pflanzenanbau in aller Welt, Ökologie und Wohlfühlen mit natürlicher Körperpflege interessiert, sollte kein Heft verpassen. Das farbige Magazin kommt mit vielen Reportagen viermal jährlich gratis ins Haus.
Bestellmöglichkeit im Internet unter www.weleda.de (Rubrik Service) oder Tel. 07171/91944