


Durch den extrem trockenen April haben manche Raupen ideale Bedingungen vorgefunden. So vermehrten sich der kleine Frostspanner und Gespinnstmotten an Laubgehölzen im Garten und in der Natur nahezu explosionsartig. Was für viele Gärtner eine Plage war, war für meine Meisen, Spatzen und Stare eine willkommene Nahrungsquelle. Sie verfütterten die Raupen haufenweise an ihre Jungen in den Nistkästen. Dadurch hielt sich der Schaden bei mir in Grenzen - auch eine Möglichkeit mit Extremen umzugehen.
Die sommerlichen Temperaturen im April haben nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen dazu geführt, dass sich der Wassernotstand der Pflanzen auch bei den Insekten bemerkbar gemacht hat. Auf Raps- und Obstblüten wurde nur ein geringer Bienenbeflug beobachtet. Auch andere attraktive Blüten, zum Beispiel Löwenzahn, wurden kaum von Bienen besucht. Dieses deute darauf hin, dass sich Trockenheit auch auf eine verminderte Nektarsekretion in den Blüten auswirke und die diesjährige Ernte schlechter ausfallen kann.
In der ersten Julihälfte sollten der Boden und alle Kulturen noch einmal mit Schachtelhalmtee gespritzt werden. Zeigen sich schon Schäden durch Pilzkrankheiten wie Mehltau, die Behandlung an drei Tagen wiederholen. Fertiges Schachtelhalmextrakt gibt es zum Beispiel von Oscorna und Neudorff.
Jetzt ist auch wieder der richtige Zeitpunkt Hornkiesel zu spritzen. Es fördert die Blatt-, Blüten- und Fruchtbildung der Pflanzen, macht sie widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten und beschleunigt ihr Ausreifen. Das Präparat wird erst ausgebracht, wenn die Frucht der Pflanze erkennbar ist: Möhrenwurzel wird rötlich, Tomaten sind haselnussgroß, Herzblätter vom Salat oder Kohl drehen sich. Hornkiesel wird am frühen Vormittag bei sonnigem Wetter ausgebracht, wenn die Blüten noch geschlossen oder von einer schützenden Tauhülle umgeben sind. Eine Messerspitze Hornkiesel in fünf Liter handwarmes Wasser geben (kein Metallgefäß!) und eine Stunde lang von außen nach innen mit schnell wechselnder Drehrichtung rühren. Empfehlenswert ist es, in den letzten 15 Rührminuten etwa 0,5 ml Baldrianpräparat zuzugeben. Am Ende alles durch Gaze oder ähnliches in eine Handspritze füllen und mit kleinster Düse ganz fein über die Pflanzen sprühen. Fünf Liter reichen für 1.000m².
Buchtipps und Präparate-Bezugsquelle:
Anleitung zur Anwendung der biologisch-dynamischen Präparate
und
Anleitung zur Herstellung der biologisch-dynamischen Präparate
Autor und Präparatezentrale:
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BÖG Infofax Juli 2006 Schattiernetze gibt es bei:
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Fertige Schattierfarbe führt:
F. Schacht
Bültenweg 48
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33739 Bielefeld
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Fax 0521/98817-79
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Feuchte Witterung begünstigt nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen die Ausbreitung der zwei wichtigsten Krankheitserreger an Walnussbäumen: das Bakterium Pseudomonas juglandis und den Pilz Marssonina juglandis. Sie rufen an Walnussbäumen sehr ähnliche Symptome hervor. Anfangs erscheinen auf den Blättern und Früchten kleinere braune Flecken, die sich allmählich ausbreiten und zusammenfließen. Später sind die Flecken meist eckig umgrenzt. Über die Fruchtschale können die Bakterien und der Pilz auch in die Nüsse eindringen und die gesamte Frucht zerstören. Die Fruchthüllen sind braunschwarz verfärbt. Der Kern wird weich, faul und verfärbt sich schwarz. Blätter und Früchte fallen früher. Um im nächsten Jahr einer Neuansteckung der jungen Blätter und Triebe vorzubeugen, ist es wichtig, kranke Früchte, Triebe und Laub zu beseitigen. Sie sollten nicht auf den Kompost. Wer neue Walnussbäume pflanzt, sollte sehr feuchte Standorte meiden.

Ganz wichtig: Wer die Möglichkeit hat, sollte Regenwasser auffangen und damit gießen. Es kostet nichts und ist meistens weicher und besser temperiert als Leitungsoder Brunnenwasser.
Wegen zu häufiger Wassergaben werden viele Pflanzen "verweichlicht" und sind darum viel trockenheitsempfindlicher als ihre Artgenossen in der freien Natur. Zu beachten ist, dass Pflanzen manchmal bei starker Hitze - ohne eigentlichen Wassermangel - ihre Blätter "hängen lassen". Daher deuten ausschliesslich eingerollte Blätter in den kühlen Abend- oder Morgenstunden tatsächlich auf Wassermangel hin. Bei Nadelgehölzen gelten die umliegenden Laubpflanzen als "Feuchtigkeitsmesser". In speziellen Situationen, wenn zum Beispiel eine ältere, grössere Pflanze einer umliegenden Pflanze das Wasser "streitig" macht oder bei Neupflanzungen, erfolgt die Bewässerung unabhängig der erwähnten Trockenheitssymptome.
Die Wasseraufnahme erfolgt über die Wurzelhaare und die feinen Seitenwurzeln. Ältere Wurzeln sind verkorkt und dienen nur der Wasserleitung. Die feinen Haarwurzeln befinden sich hauptsächlich im äußeren Bereich der Laubkrone, dort wo nach einem Regen das Wasser über die Blätter auf den Boden tropft. Deshalb muss vor allem in diesem Bereich gewässert werden und nicht direkt um den Stamm. Frisch gepflanzte Sträucher müssen häufiger gewässert werden (bei Trockenheit ca. 30 Liter pro Woche). Bei der Pflanzung sollte der Wurzelballen etwas aufgerissen werden, damit die Kapillareigenschaften gut funktionieren. Danach wird großzügig eingeschwemmt, damit alle Wurzeln mit der umliegenden Erde in direktem Kontakt sind. In den folgenden drei bis sechs Wochen sollte ein- bis zweimal wöchentlich großzügig gewässert werden.

Idealerweise erfolgt das Ausbringen von Wasser in mehreren Phasen, so dass die Kapillareigenschaften des Bodens optimal ausgenutzt werden. Am besten ist es, zunächst nur eine kleinere Menge Wasser aufs Beet zu bringen. Ist das Wasser nach einer halben Stunde in die oberste Erdschicht eingedrungen, wird erneut gewässert. Auf diese Weise speichert das Erdreich die Feuchtigkeit länger und die tiefer liegenden Wurzeln werden mit versorgt. Die Erde darf keinesfalls zu schnell zu nass werden, da es im Erdreich ansonsten zu Sauerstoffmangel kommt. Die Pflanzen welken, obwohl sie genügend Feuchtigkeit zur Verfügung haben. Wenn es einmal zu wenig regnet, können mit einer zweistufigen Bewässerungstechnik auch die unteren Wurzeln erreicht werden: erst wässert der Regen, dann gießt der Gärtner.
Eine bodenbedeckende Mulchschicht verhindert nicht nur wirksam das Wachstum von unerwünschten Konkurrenzpflanzen, sondern hemmt auch die Verdunstung von Wasser aus dem Boden. So trocknet das Beet nicht so schnell aus. Jedoch Vorsicht bei großer Schneckenplage. Der Mulch ist ein willkommenes Versteck für die Tiere.

Die Gesundheit unserer Bienen hat dramatisch abgenommen, da sie einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt sind. Weltweit steckt die Imkerei in einer existenziellen Krise, deren Ausmaß durch Medikamente und Zuckerfütterung verdeckt wird. Die traditionellen Haltungsformen wurden verdrängt und vergessen. Man gab sich der Illusion hin, die ständige Rationalisierung der imkerlichen Betriebsweisen habe keine Nebenwirkung und führe nur aufwärts zu mehr Honigertrag. Dazu raubt die industrialisierte Landwirtschaft Honigbienen und anderen bestäubenden Insekten die Nahrungsgrundlage. Einseitige Ernährung und Mangel sind die Folge von perfekter Unkrautbekämpfung, früher Mahd und Flurbereinigung. Insektizide, Pestizide und Herbizide reichern sich im Fettkörper der Bienen an und belastet ihre Gesundheit. Diese Mittel werden nur unzureichend auf Bienengefährlichkeit untersucht bevor sie zugelassen werden.
Erste Stimmen wurden laut, welche die Verluste in den USA auch mit dem großflächigen Anbau von gentechnisch veränderten Mais (40% vom Gesamtmaisanbau) und Baumwolle (57%) in Zusammenhang bringen. Diese Pflanzen wurden gentechnisch so verändert, dass jede Zelle das Gift des Bacillus thuringiensis (Bt) erzeugt, ein Gift, dass sie vor Fraßinsekten schützen soll. Wenn das Pollenangebot derartig flächendeckend von Bt-Pflanzen stammt, könnte die Aufnahme von Bt-Toxinen erheblich sein. Auch Maissirup, der bisher nicht auf Bt-Toxine untersucht wurde, wird in den USA an Bienen verfüttert. Prof. Kaatz von der Universität Jena hat im "Spiegel" und in der "Welt" eine giftige Wirkung von Bt-Mais auf die Bienen nicht ausgeschlossen. "Es könnte sein, dass das Toxin an die Epithelzellen im Darm andockt, zu wirken beginnt und dadurch die Biene so stark schwächt, dass sie Parasiten schutzlos ausgeliefert ist." Amerikanische Fachleute haben dazu den Verdacht geäußert, dass auch "Imidachloprid", eine Saatgutbeize, für die Völkerverluste mitverantwortlich sein könnte. In Frankreich wurde dieses Mittel von Bayer 2004 verboten. Bei uns ist es erlaubt.
Das Verschwinden der Bienen in den USA erinnert an Rudolf Steiners Vorträge über die Bienen von 1923. Er sagte, dass die Bienenhaltung in fünfzig, achtzig oder hundert Jahren in eine große Krise geraten würde, wenn nur künstlich gezüchtete Königinnenverwendet würden. Heute sind künstliche Produktion und globaler Handel mit Königinnen eine Selbstverständlichkeit. Rudolf Steiner machte darauf aufmerksam, dass durch derartige Maßnahmen im Bienenvolk Kräfte, die sonst organisch wirken, mechanisch gemacht und der Zusammenhalt des Volkes beeinträchtigt würde.
Machen Sie mit und sorgen Sie für eine wesensgemäße Bienenhaltung, mit blühenden Gärten und Bienen-Patenschaften. Vielleicht wollen uns die Bienen sagen, dass wir lernen sollen mehr das Ganze zu sehen. Wenn wir das tun, finden wir die Fülle des Lebens, in der die Bienen wirken. Das schenkt reichlich Kraft. Es ist die Kraft, die wir brauchen um uns den gegenwärtigen Problemen zu stellen.
Patenschaften für Bienen: www.BeeGood.de
Aktion ELIANT
Thomas Göing
Rebgasse 37
79540 Lörrach
Fax 07621/1681863
www.eliant.eu
(Unterschriftenliste Online)

Die nächsten Termine:
5. / 19. Juli, 30. August, 13. September
jeweils 17.00 bis 18.30 Uhr
Kosten:
für Mitglieder des "Vereins zur Förderung der bio-dynamischen Wirtschaftsweise" kostenlos (€45,- Jahresbeitrag), Nichtmitglieder €5,-.
Anmeldung ist nicht erforderlich.
Alle Lehrgarten-Termine unter
www.gartenrundbrief.de (Rubrik Lehrgarten)
oder bei
Gärtnerei Berg
Im Niederfeld 1
79589 Binzen
Fon 07621/968310
Fax 07621/69271
www.bergbinzen.de