


Iris Mühlberger, Gartenrundbriefredaktion



Im Winter treiben gelagert Zwiebeln gerne aus. Man sollte sie nicht in den Kompost geben, sondern an einen hellen Platz bei rund 18 Grad weiter antreiben. Die grünen Schlotten schmecken so gut wie Frühlingszwiebeln.
Viele Lageräpfel machten letztes Jahr Probleme. Das Fruchtfleisch war an manchen Stellen durchscheinend (Glasigkeit), es zeigten sich braune Schlieren in der Frucht (Fleischbräune) oder es waren anfänglich stecknadelkopfgroße Verbräunungen unter der Schale (Stippe). Sie haben teilweise während der Lagerung derart zugenommen, dass die Frucht unbrauchbar wurde. Alle drei Erscheinungen sind Symptome von Stoffwechselstörungen durch ungünstige Wachstumsbedingungen. Dabei tritt Stippe häufig als Folge von Trockenheit auf. Die Kalziumaufnahme wird behindert. Fleischbräune ist in feuchten Jahren häufig anzutreffen. Kohlehydrate und Apfelsäure werden verstärkt abgebaut. Dadurch entsteht Acetaldehyd, das die Zellstrukturen zerstört. Glasigkeit tritt verstärkt nach einem warmen, sonnigen Herbst auf. Der Stärkeumbau beschleunigt sich. Es entstehen verstärkt wasseranziehende Zuckerverbindungen, die schließlich zu Wassereinlagerungen in den Zellzwischenräumen führen.
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Ein hoher Solaningehalt in Kartoffeln kann gesundheitsschädlich sein. Das Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz hat sich mit dem Thema beschäftigt. Grundsätzlich enthielten Keime eine höhere Menge an Solanin als die Knolle. In der Schale sei die Konzentration an Solanin wesentlich höher als in der Knolle. Allein durch Schälen würden ca. 40% des Solaningehaltes entfernt. Zu Beginn der Keimung (bis ca. 1 cm Länge) verändere sich der Solaningehalt nur geringfügig. Stark ausgetriebene Knollen mit langen, weißen Keimen (über 10 cm) wiesen neben erhöhten Mengen an Solanin auch deutliche Verluste an Inhaltsstoffen, wie Vitaminen und Mineralien, auf. Diese Knollen seien nicht mehr zum Verzehr geeignet. Gleiches gelte auch für stark ergrünte Knollen infolge von Lichteinfluss. Solanin ist hitzebeständig und wasserlöslich. Das heißt, es reichert sich im Kochwasser an. Deshalb sollte es besser weggeschüttet werden.
Wenn es nicht zu frostig ist, beginne ich jetzt mit dem Winterschnitt der Obstbäume. Werner Ollig von der GA RLP gibt folgende Tipps zum besten Zeitpunkt:

| Name | Aussehen | Haut, Haltbarkeit | Fruchtfleisch | Verwendung |
|---|---|---|---|---|
| Atlantic Giant | Creme bis orange, birnenförmig, stark ausgeprägte Längsrillen, 30-300 kg | Hart und ungenießbar, lange haltbar | Orangefarbig, je größer desto weniger schmackhaft | Suppen, zum Backen, Gemüseragout |
| Baby Bear | Kugelrund, leicht abgeflacht, 500-900 g | Mitteldick | Dunkelgelb, dünn, schmackhaft | Suppe, Püree, Backwaren, Konfitüre, zum Schnitzen |
| Blauer Hubbard | Blaugrau, birnenförmig, genoppte Struktur, 5-7 kg | Dick, mittelhart | Zartes, wenig süßes Fleisch, leicht nussartiger Geschmack, hoher Karotingehalt | Rohkost, zum Füllen, Gratins, zum Überbacken, Pies, Suppen, Püree, Süßspeisen |
| Bleu de Hongrie (Blauer ungarischer Kürbis) |
Grau-blau, 4-9 kg, unregelmäßige Form, vertiefter Fruchtstiel | Fest Bis 8 Monate haltbar |
Saftiges, dunkel orangefarbenes, festes Fruchtfleisch | Besonders zum Braten, aber auch für Aufläufe, Suppen, Gratins Püree, Süßspeisen |
Butternut![]() Foto: Wikipedia |
25-50 cm lang, keulen-, birnenförmig, 1-2 kg, beigefarben | Dünn, verletzlich Sehr lange haltbar |
Festes, öliges, aromatisches, nussartiges, orangefarbiges Fleisch mit wenig Kernen | Für alle Zubereitungsarten geeignet |
| Name | Aussehen | Haut, Haltbarkeit | Fruchtfleisch | Verwendung |
| Du Perou | Flaschengrün, walzenförmig, 4-20 kg | Fest, wachsartig Lange haltbar |
Pistazienfarbig, fest, aromatisch | Schnitzel, Suppe, süßsauer, Ragout |
| Muskatkürbis | Flachrund, vertiefter Fruchtstiel, mehlige Patina, 7-40 kg | Dünn, verletzlich, vollreif lederartig, wenn Stängel korkartig gut lagerfähig |
Leuchtend orange, dick, fest, fasrig, leicht wässrig, leicht süßes fruchtig-aromatisches Muskataroma, hervorragende Qualität | Suppen, ausgehöhlt als Suppenschüssel |
Patison![]() Foto: Bingenheim |
Ufo-ähnlich von weiß, grün bis gelb | Ränder rund gezackt | Jung aromatisches Fleisch | Roh für Salate, zum Frittieren, Backen, Suppen, Aufläufe |
| Rosa Riesenbanane | Zylindrisch, manchmal etwas bananenförmig gebogen, 5-20 kg, schmeckt jung am besten | Dünn, weich | Dunkelgelb bis orange, dick, trocken, fest, süß, ausgezeichnete Qualität, feiner Geschmack | Suppe, Püree, Backwaren, Aufläufe, Gemüse, zum Braten, Konfitüre |
| Roter Hokkaido “Potimarron” ![]() Foto: Mühlberger |
Rotorange, kreiselförmg, 1-2,5 kg | Zart, wohlschmeckend, steigert durch Lagerung Aroma | Aromatisches, leicht süßliches festes Fleisch, Vitamin- und mineralstoffreich | Suppen, Püree, Gemüse |
| Name | Aussehen | Haut, Haltbarkeit | Fruchtfleisch | Verwendung |
| Siamkürbis | Grün mit weißen Flecken | Fest, robust und lange lagerfähig | Weißfleischig, aus ihm wurde früher in Frankreich die “Engelshaarmarmelade" hergestellt | Marmelade, Süßspeisen |
| Spaghetti-Kürbis | Zylindrisch, helles Gelb, 1,5-3 kg | Hart, undurchlässig | Hellgelb, lange, spaghettiähnliche Form, roh frisch und knackig an Melone erinnernd, in gegarter Form nussähnliches Aroma | Roh als Rohkost oder in Blattsalat gemischt, als Hälfte ohne Kerne im Backofen ca. 45 Min. (je nach Größe) garen, Spaghettis herausholen und mit Soße essen |
Sweet Dumpling![]() Foto: Bingenheim |
300-600 g, flachrund, weiß mit grünen Rippen, Stiel vertieft | Dünn aber hart, kann gegessen werden, 3-4 Monate lagerfähig | Feines Maroni-Aroma, orangefarbig, knackig, süß | Am besten für Süßspeisen., Eiscreme, zum Rohessen, Auflauf, Backwaren |
| Türkenturban Bischofsmütze |
Kuriose Form wie ein Turban, rot-grün mit weißen Flecken, bis 5 kg | Dünn, mittelhart, lange haltbar | Zartes aromatisches, eher trockenes, gelb-oranges Fleisch, Kerne sitzen in erhöhter Mitte | Besonders zum Füllen geeignet, Suppen und Gnocchi |
| Warzenkürbis | Orange, kugelige Früchte, Butternut 5-10 kg | Rinde mit warzigen Auswüchsen, 2-3 Monate lagerfähig | Oranges, außerordentlich aromatisches Fleisch | Suppe, Püree, Füllung |
Restaurant Rose
Ortsstr. 13
74541 Vellberg-Eschenau
Fon 07907/2294
Fax 07907/8569
www.eschenau-rose.de
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Kolpingstr. 26
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Ort:
Steighof (Demeter-Hof)
Steighof 9
72525 Münsingen-Bichishausen
Termin:
25. bis 27. Januar 2008 von/bis jeweils 16.00 Uhr
Themen:
Bodenentstehung, -prozesse, -bearbeitung, Düngung, Wirkung und Herstellung Bio-Dynamischer Präparate, bio-dynamischer Garten, Fruchtfolge, Erlebniswelt Garten/Obstbau, artgerechte Tierhaltung, der Demeter-Verband und vieles mehr
Kosten:
incl. Vollpension €150,-
Anmeldung erforderlich!
Demeter Baden-Württemberg
Fon 0711/90254-0
Fax 0711/90254-54
info@demeter-bw.de
www.demeter-bw.de
Ort:
Freie Bildungsstätte „der hof“
Alt Niederursel 51
60439 Frankfurt
Termin:
13. bis 19. Januar 2008
Themen:
Grundlagen, Boden und Düngung, Acker und Pflanzenbau, Obstbau, Viehwirtschaft, Bio-Dynamische Präparate, Betriebsentwicklung, bio-dynamische Forschung, Ernährungskultur, Qualität, kosmische Einflüsse, Landschaftsgestaltung, zwei Exkursionen u.a.
Kosten:
Kurs: €280,-, ermäßigt €245,-,
€170,- Verpflegung zzgl. Übernachtung (incl. Frühstück €24,- bis €52,-)
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Forschungsring
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