

Jetzt beginne ich wieder mit meinen Samenbestellungen. Dieses Jahr hat die Bingenheimer Saatgut AG (Bgh) elf neue samenfeste Sorten im Angebot. Davon stammen fünf aus biodynamischer Neuzüchtung. Neben der Roten Bete 'Forono' (angenehm mild-süß), Pastinake 'Aromata' (GR 6/2009), Aubergine 'De Barbentane', Buschbohne 'Sanguigno 2' (aromatische Frisch- und Trockenbohne) gibt es den neuen Chinakohl 'Atsuko', der einige Monate lagerfähig sein und angenehm mild schmecken soll. Besonders freut mich, dass jetzt meine Lieblings Feldsalatsorte 'Verte de Cambrai' im Angebot ist. Er ist rundblättrig, vollkommen frosthart und ausgesprochen nussig im Geschmack.
www.bingenheimersaatgut.de,
Tel. 06035/1899-0, Fax -40
![]() Neue Chinakohlsorte ‘Atsuko’ Foto: Bingenheim |
![]() Neue leicht rot getupfte Buschbohne ‘Sanguigno 2’ Foto: Bingenheim |
Meine letzten Steckzwiebeln hatte ich beim Biogartenversand Jeebel bestellt (www.biogartenversand.de). Sie sahen merkwürdig grau verfärbt aus. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass die Verfärbungen bedenkenlos sind. Die Zwiebeln wurden von der Bingenheimer Saatgut AG vorbeugend gegen die Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum) einer Warmwasserbehandlung unterzogen. Dadurch kann sich die äußere Zwiebelschale grau/silbern verfärben.

Gentechnikfreies Saatgut ist auch dieses Jahr wieder ein wichtiges Thema
für uns Bio-Gärtner. Das Büro der Bantam-Mais-Aktion (GR 3/2008) blickt in eine unsichere Zukunft: "Es besteht die Gefahr, dass die neue Bundesregierung das Anbauverbot für die Maissorte 'Mon 810' wieder kippt und neue genetisch veränderte Sorten zugelassen werden. Aber fast noch schlimmer ist es, dass wahrscheinlich an der Nulltoleranz gerüttelt wird. Der europäische Markt würde mit kontaminierten Importen überschwemmt werden. Ohne Kennzeichnung hätten wir Verbraucher keine Chance, uns der Gentechnik zu entziehen. So weit darf es nicht kommen. Deshalb muss unser Widerstand im Garten auch im nächsten Jahr weitergehen. Letztes Jahr haben wir zusammen viel erreicht. Mehr als 50.000 Menschen haben im Garten und auf dem Balkon mit dem Anbau vom gentechnikfreien, samenfesten "Bantam Mais" ein aktives Zeichen gegen den Gentechnik-Anbau gesetzt. Dies hat gezeigt, dass wir Viele sind und entschlossen, unsere Rechte zu verteidigen." Leider sind die Kosten der letztjährigen Aktion noch nicht ganz gedeckt. Deshalb sind die Initiatoren für Spenden ausgesprochen dankbar, an
Zukunftsstiftung Landwirtschaft,
GLS Gemeinschaftsbank Bochum,
Kontonr. 3000 5416, BLZ 430 609 67,
Stichwort "Bantam"
Wer einmal alte und bunte Kartoffelsorten ausprobieren möchte, kann diese zum "Verzehr" bei dem Demeter-Betrieb von Marko Seibold bestellen. Er verkauft Sorten wie 'Rosa Tannenzapfen', 'Edzell Blue', 'Blauer Schwede', 'Viola', rote 'Cyclame', rosabraune 'Zwiebler' oder graublaue 'Shetland Black'. Sie sind alle auf Bioland-Flächen gewachsen. In Demeter-Qualität gibt es besondere Erdfrüchte wie Topinambur, Erdkastanie, Knollen-Ziest und Haferwurzel. Mindestbestellmenge ist 5 kg (gemischt), 1 kg 2,80 € bis 7,– € zzgl. Versand 8,– € (bis 30 kg), nur solange der Vorrat reicht.
Gemüse und Feldfruchtspezialitäten
M. Seibold, Henstedterstraße 1,
28857 Syke/Henstedt, Tel. 04242/5090-313, Fax -315,
gartenleben@t-online.de
Falls es die Witterung erlaubt, säe ich schon Ende Februar Dicke Bohnen ins Freiland. Die Profi-Gärtner melden, dass vermehrt Lochfraßschäden durch die Larven des Ackerbohnenkäfers aufgetreten sind. Er verlässt Ende Mai seine Winterverstecke und frisst an Blättern und Pollen. Zwischen Juni und Juli werden die Eier an den jungen Hülsen abgelegt. Die geschlüpften Larven bohren sich in die Samen und nagen eine Grube hinein. Am besten legt man das Saatgut in eine Salzwasserlösung (300 gr. Salz pro Liter Wasser). Alle Samen, die an der Oberfläche schwimmen sind befallen und sollten nicht ausgesät werden.
BÖG Infofax
Kräuselkrankheit an Pfirsichblättern![]() |
Früchte von links: Hagebutten, Liguster, Pfaffenhütchen, Schlehe, Kornelkirsche, Blüte Zimtrose Foto: I. Mühlberger |
Wer eine Wildsträucherhecke in seinem Garten hat, tut viel Gutes für ein natürliches Gleichgewicht und den Naturschutz. Sie ist Rückzugsraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten. Letztere nutzen die Hecke zum Beispiel als
Alte Hecken müssen gepflegt werden
Oft werden Wildsträucherhecken gar nicht gepflegt oder falsch geschnitten. Um alle Aufgaben erfüllen zu können, benötigt die Hecke eine menschliche Pflege, da der Artenreichtum mit zunehmendem Alter und Dichte der Gehölze abnimmt. Pflegearbeiten sind nach dem Naturschutzgesetz, unter anderem wegen der brütenden Vögel, nur zu bestimmten Zeiten erlaubt: meistens zwischen Oktober und Februar. Um die Pflege fachgerecht auszuführen ist es wichtig, den normalen Aufbau einer strukturierten Hecke zu kennen und ihn zu fördern:
Wie sieht eine naturschutzgemäße Heckenpflege aus?
Frisch aufgeschichtete Benjeshecke
Markus Bärmann erntet gleich zwei Bienenschwärme auf einmalEigenschaften, welche die Kundschafterinnen nicht interessierten, waren die Form des Flugloches, die Gestalt des Innenraumes, Zugluft und Feuchtigkeit darin, sowie die Entfernung vom Muttervolk. Winddurchlässige Ritzen können die Bienen leicht mit Propolis (Kittharz) schließen und Feuchtigkeit durch Ventilieren austrocknen. Beides wurde in speziellen Versuchsanordnungen überprüft.
Um herauszufinden wie die Bienen die Hohlräume inspizieren, verlegte Professor Thomas D. Seeley von der Cornell University (New York) seine Forschung auf Appledore Island (Maine), eine kleine Insel ohne Bäume, das heißt ohne natürliche Nistmöglichkeiten. Er baute eine Hütte, von der aus er über rote Scheiben das Verhalten der Kundschafterinnen in verschiedenen künstlichen Hohlräumen beobachten konnte. Die Kundschafterinnen von Schwärmen wurden mit Farbpunkten und Zahlencodes markiert. Zu Beginn der Erkundung läuft die Biene hauptsächlich den Bereich um das Flugloch ab, während sie später tiefer in den Raum eindringt. Dabei läuft sie fünfzig und mehr Meter Strecke auf sämtlichen Innenwänden ab. Zwischendurch fliegt sie nur sehr kurze Strecken im Innenraum. Sie erfasst das Volumen über Ihre “Geharbeit“, nicht durch den Sehsinn. Insgesamt benötigt eine Kundschafterin etwa vierzig Minuten für die Inspektion, wobei zahlreiche Stippvisiten ins Innere mit kurzen Aufenthalten im Freien abwechseln.
Besonders Imker, die nach einer wesensgemäßen Bienenhaltung streben, wünschen sich die Möglichkeit abgegangene Schwärme leichter finden zu können. Sei es am Anlegeplatz, von dem aus der Nistplatz gesucht wird oder eben im Nistplatz selber. Dabei wird immer wieder auf traditionelles Wissen verwiesen, nach dem Bienen (ebenso wie Katzen) Kreuzungen von Wasseradern suchen. Das zu überprüfen hat uns an der Fischermühle natürlich auch sehr interessiert. Dazu mehr im GR 2/2010.
Die Ländliche Heimvolkshochschule Lauda (LHVHS) lädt wieder zu interessanten Kursen ein. Vom 7. bis 9. Januar findet ein
Seminar mit Demeter-Bauer Dirk Appel statt: "Briefe an die Natur – Hintergründe der biodynamischen Präparatearbeit".
Außerdem stehen einige Kurse zum naturgemäßen Obstbau auf dem Programm. Demeter-Rosenbauer Reinhold Schneider
veranstaltet ein Rosen-Seminar und eine Kräuterexkursion, Demeter-Imkermeister Thomas Radetzki das Seminar "Bienen
halten in der Schwarmzeit". Weitere Kurse: "Der Garten als gepflegte Wildnis mit Charme" mit Brunhilde Bross-Burkhardt,
"Biologischer Gartenbau" mit Jakobus Langerhorst, “Kulturgeschichte der Obstgehölze” und “Veredelung der Obstgehölze” mit
Josef Weimer.
LHVHS, Hohenloher Str. 8, 97922 Lauda,
Tel. 09343/589190, Fax 613781,
www.lhvhs.de