

Eine gute Nachricht vorab: Mein selbstgeerntetes Saatgut vom Kopfsalat 'Maikönig' (GR 6/2009) hat die Keimprobe mit fast hundert Prozent bestanden - besser als die vor einem Jahr gekauften Salatsamen. Ich kann nur dazu ermuntern, eigenes Saatgut zu gewinnen. Es macht viel Freude, spart Geld und fördert eine regional angepasste Haussorte. Trotz lockender Märzsonne, habe ich beschlossen, dieses Jahr später mit der Aussaat vom ersten Freilandgemüse zu beginnen. Letztes Jahr keimten die zweiten Aussaaten im April von Pastinake und Schwarzwurzel wesentlich besser und schneller, als die ersten im März. Es gibt ja noch genügend andere Arbeiten im Garten, die erledigt werden sollten, zum Beispiel die Scheiben des Frühbeets putzen und darin erste Aussaaten und Pflanzungen (Salat, Kohlrabi) zu machen.
Seltener Wintergast: Singdrossel (rechts) an meinem Futterhaus mit Amsel
Ein Pärchen der Roten Mauerbiene
Die Körner sind von Fäulnispilzen befallen.
Die oberen Schoten sind durch den Befall mit Erbsenthripsen von einer braunen, trockenen Schicht überzogen.Ist der Boden genügend erwärmt, verteile ich nachmittags, nach einer einstündigen Dynamisierung, mit einem Handfeger Hornmist auf meine Beete, Wiese und um Bäume und Sträucher. Das Biodynamische Präparat fördert nachweislich das Bodenleben, den Humusaufbau und regt das Wurzelwachstum an. Eine Anleitung steht im GR 2/2009. Der Boden darf beim Ausbringen auf keinen Fall gefroren sein, da das Präparat sonst nicht wirkt. Mitglieder von Demeter-Gartengruppen erhalten einmal jährlich alle Biodynamischen Präparate kostenlos.
Etwa zur gleichen Zeit spritze ich vorbeugend gegen Pilzkrankheiten Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) auf Beete und Kulturen. Dazu verwende ich Schachtelhalmextrakt aus dem Gartenmarkt.
Neue extrasüße samenfeste Zuckermaissorte ‘sh2’
Jetzt beginnt wieder die Zeit der Blattläuse. In meinem Garten dürfen sie leben und saugen. Bisher ließen sie mir immer genügend Gemüse übrig. Ich fördere Nützlinge, indem ich etwas mehr Wildnis in meinem Garten zulasse, zum Beispiel mit Wildsträuchern, Wildblumenwiesen und -beeten. Die Blumenschule Schongau hat einen sehr ungewöhnlichen Tipp veröffentlicht. Läuse würden sich fallen lassen, wenn mit einem Brennnessel- zweig über die befallenen Blätter und Läuse gestrichen würde. Ausprobieren lohnt!
www.blumenschule.de
Schwarmbereite Völker wurden an die Imkerei geholt. Die Hecke im Hintergrund ist auf der Zeichnung leicht zu erkennen.
Ohne Vorinformation bestimmte der Rutengänger acht Plätze im Radius von 50 Metern um den im Rahmen des Projektes eingerichteten Schwarmstand neben dem Imkereigebäude. Er war sich sicher, dass dies die interessanten Schwarmanlegeplätze für die Bienen sind. Von 2000 bis 2003 wurden die natürlichen Anlegeplätze erfasst. Bis 2003 legte sich jedoch kein einziger von 118 Schwärmen an einen der von dem Rutengänger genannten Plätze an. Wegen der subjektiven Methode bleibt es problematisch, die Erfahrung zu verallgemeinern. Im Rahmen unserer Arbeit wurden nur Schwarmanlegeplätze, keine Nistplätze untersucht. Uns sind Untersuchungen anderer Rutengänger bekannt, die angeblich in der Lage sind, bevorzugte Nistplätze zu bestimmen. Es wäre gut, dies in einer Blindstudie mit verschiedenen Rutengängern zu erforschen.
Aus eigener, jahrelanger Erfahrung mit Schwärmen ist mein Eindruck, dass die äußere Anordnung von Gelände und Bewuchs im Verhältnis zum Standort des Muttervolkes und auch einfach der Zufall für den Anlegeplatz eine Rolle spielen. Die Häufung von Schwärmen an bestimmten Stellen und auch das Verhalten der Bienen legen nahe, dass Duftspuren (Pheromone), welche die Schwarmbienen hinterlassen, dabei auch eine Rolle spielen.
Ab 8. April Der aus der Fernsehsendung „Kaffee oder Tee“ (SÜDWEST-Fernsehen) bekannte Demeter-Gärtner Peter Berg lädt auch dieses Jahr wieder dazu ein, mit ihm zusammen zu gärtnern. Die Kurse finden statt im einzigen Demeter-Lehrgarten Deutschlands, in Binzen (Markgräfler Land), auf dem Gelände der Demeter-Gärtnerei von Peter Berg. Er bringt jeweils von 17.00 bis 18.30 Uhr biologisches und speziell biodynamisches Gärtnern bei.
Termine: Donnerstags alle zwei bis drei Wochen.
Alle Termine hier im Internet.
Kosten: 5, €, Anmeldung erforderlich.
Ort und Infos:
Gärtnerei Berg, Im Niederfeld 1,
79589 Binzen, Tel. 07621/968312,
Fax 69271,info@bergbinzen.de,
www.bergbinzen.de
Unsere seit mehreren Jahren laufende Gartenbörse wird rege nachgefragt. Wir wollen damit Menschen Kontakte vermitteln, die einen Garten suchen oder abgeben möchten. Zur Zeit haben wir viel mehr Suchanfragen als Angebote in der Liste. Deshalb bitten wir Sie, uns mitzuteilen, wenn Sie Ihren Garten aus Alters- oder Zeitgründen nicht mehr bewirtschaften können und ihn gerne an Gleichgesinnte abgeben möchten.
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Demeter Baden-Württemberg (Anschrift siehe Impressum),
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