4. Februar 2012
Aktueller Inhalt
Arbeitskalender Mai/Juni
von Iris Mühlberger
- Demeter-Jungpflanzen Anbieter
- Bio-Aussaaterden von Floragard und Euflor
- Ameisen tierfreundlich einfangen oder vertreiben
- Hornissenschwebfliege
- Blumenmischung Mössinger Sommer
- Fleischfressende Gemüsepflanzen
- Liguster gegen Kohlweißlingsraupen
- PEAKfresh Frischebeutel
- Aussaat- und Pflanzzeiten im Mai und Juni (nicht im Internet)
Mai
Was für ein beharrlicher Winter liegt nun endlich hinter uns. Jetzt warten wieder alle selbstgezogenen, kälteempfindlichen Jungpflanzen auf ihre Umsiedelung ins Freie - natürlich erst nach den Eisheiligen Mitte Mai. Ganz wärmeliebende Gemüse wie Sellerie, Melonen, Auberginen, Paprika und eventuell Gurken kommen bei mir, im rauen Hohenlohischen, sogar erst Ende Mai oder Anfang Juni (nach der Schafskälte) in den gut erwärmten Boden. Sie wachsen dann zügig weiter ohne zu stocken.
Wer keinen Platz hat oder auf Nummer sicher gehen will, kauft seine Jungpflanzen beim Profi. Adressen von Gärtnereien, die Demeter-Jungpflanzen anbieten gibt es hier auf unseren Internetseiten. Ich meine, dass in einem Biogarten auch nur Bio-Jungpflanzen wachsen sollten. Sie werden in Öko-Erde großgezogen, ohne Kunstdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Dadurch sind sie schon an die Verhältnisse in einem Biogarten gewöhnt.
Die neuen Bio-Aussaaterden von Euflor und Floragard
Dieses Frühjahr habe ich wieder Tests mit neuen Bio-Erden durchgeführt. Sehr überzeugt haben mich die
Bio-Aussaaterden von Floragard und Euflor (auch für Kräuter). Sie sind beide nach der EG-Öko-verordnung für den Bio-Anbau zugelassen. Der Kompost in der Floragard-Erde ist dazu mit den Demeter-Präparaten beimpft. Meine frühen Salate wuchsen in beiden Erden flott und kräftig heran, obwohl die Lichtverhältnisse nicht gerade optimal waren. Leider kann ich die Erden hier in Hohenlohe nicht im Gartenfachhandel bekommen. Bei Nachfrage bekam ich immer die Antwort, dass Bio-Erden nicht gekauft würden. Helfen Sie, liebe Leser, mit und haken Sie bei Ihren Gärtnereien nach. Beharrlichkeit führt immer wieder zum Erfolg! Beide Firmen haben auch Bio-Blumenerden im Programm. Die Floragard Bio-Aussaaterde kann im Internet bestellt werden unter
www.samentraumgassmann.de.
Zur Zeit vermehren sich in meinem Garten wieder die Ameisenhügel. In der Wiese stören sie mich nicht, im Frühbeet schon eher. Mir sind durch die Tiere schon viele Jungpflanzen an den Wurzeln verfault. Das bringt mich immer wieder in einen Zwiespalt. Als Allesfresser beseitigen Ameisen im Garten tote Tiere und abgestorbene Pflanzenteile und sind damit sehr nützlich. Andererseits pflegen sie Blattläuse und Wurzelläuse, deren Honigtau-Ausscheidungen für Ameisen verlockend sind. An den Lauskolonien vertreiben sie recht offensiv die natürlichen Feinde. Ameisen können tierfreundlich gefangen werden, indem in die Nähe der Bauten Gläser mit Honigresten, Zuckersirup oder Marmelade aufgestellt werden. Die gefangenen Tiere dann am besten auf dem Kompost aussetzen, wo sie bei der Kompostierung mithelfen. Ameisen lassen sich auch mit Wermutjauche vertreiben, die in die Bauten gegossen wird (siehe S. 6). Außerdem mögen sie den Geruch von einigen mediterranen Kräutern nicht. Dazu gehören Lavendel, Thymian oder Majoran. Es reicht, Pflanzenteile davon auszulegen, um die Tiere zu vertreiben.
Zum verwechseln ähnlich: Hornisse ...
Foto: Wikipedia, R. Altenkamp
... und Hornissenschwebfliege
Foto: Wikipedia, F. Geller-Grimm
Weiterer Nützlinge, die jedoch oft wegen ihres Aussehens beängstigen, sind
Schwebfliegen. Es gibt in Europa etwa 500 Arten. Die Fliegen sind sehr schön gezeichnet, ähneln durch ihre Warnfärbung häufig Bienen, Wespen oder sogar Hornissen. So zieren zwei schwarze Binden den gelben Hinterleib der bis 20 mm großen Hornissenschwebfliege Volucella zonaria. "Nimmt man die gelbe Maske und die gelbbraun geäderten Flügel hinzu, sieht sie der Hornisse täuschend ähnlich", teilt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen mit.
Dieses Schwebfliegen-Weibchen legt seine Eier in Wespen- oder Hornissennester. Die Larven fressen unter den Nestern liegende Kadaver von Insekten und tragen damit zur Hygiene bei. Später verpuppen sich die Larven im Boden. Im Gegensatz zur Hornisse haben Schwebfliegen keinen Stachel. Sie sammeln Pollen und Nektar. Die Hornissenschwebfliege landet dabei gerne auf Dost, Wiesenkerbel, Hahnenfuß, Hartriegel, Baldrian, Skabiosen und Liguster.
So schön kann die Blumenmischung "Mössinger Sommer" blühen.
Foto: Blumenstadt Mössingen
Immer wieder rege ich an, Blumenwiesen oder -beete für die, speziell im Sommer, hungernden Blütenbesucher anzulegen. Mit der Aktion
Mössinger Sommer sollen die goldprämierten Mössinger Blumenwiesen am Trauf der Schwäbischen Alb, außer im öffentlichen Grün, auch in privaten Gärten erblühen. Das Besondere: Mössingens Stadtgärtnermeister Dieter Feiger stellt die Blumensamen-Mischung jährlich neu zusammen. Es ist jeodch kein Bio-Saatgut. Ich empfehle es trotzdem, da es einfacher und erfolgreicher zu kultivieren sein soll als Wildblumenwiesen. Sie entwickeln ja oft erst im zweiten Jahr ihre volle Pracht und können bei falschen Bodenverhältnissen enttäuschen. Ein kleiner Teil des Mössinger Saatguts stammt aus eigener Ernte. Der Rest aus regionalen und überregionalen Quellen. Die Mischung besteht unter anderem aus Marienkäfer-Mohn, Morgenröschen, Meerviole, Liebes-Hainblume, Sommer-Adonisröschen, Schlafmützchen, Ringelblume und Leinsamen von der Blauen Alb. Sie erreicht eine Höhe von 30 bis 80 cm und blüht, je nach Aussaatzeitpunkt, vom späten Frühjahr bis zu den ersten Frösten. Ausgesät wird ab Mitte März bis etwa Ende Mai in jeden gelockerten Gartenboden, aber auch in große Töpfe, Schalen oder Balkonkästen.
Bezugsquelle der Mischung:
Samen Fetzer,
Lichtensteinstr. 71,
72770 Reutlingen-Gönningen,
Tel. 07072/912720, www.samen-fetzer.de
Weitere Infos: www.blumenstadt.eu
Juni
Nachfolgende Meldung des aid-Infodienstes hat mir mal wieder klargemacht, dass ich als Gärtnerin ständig dazu lernen kann: "Wenn man nach fleischfressenden Pflanzenarten gefragt wird, fallen einem die Venusfliegenfalle, der Morgentau oder die Kannenpflanzen der tropischen Regenwälder ein. Dass auch Tomaten- und Kartoffelpflanzen dazu gehören, ist eine Erkenntnis, die sogar erfahrene Botaniker überrascht." Wissenschaftler des Royal Botanical Gardens Kew in London hätten herausgefunden, dass beide Nutzpflanzen mit Hilfe klebriger Härchen an den Stängeln kleine Insekten töten und die Nährstoffe der herabgefallenen Tiere nach und nach über die Wurzeln aufnehmen. Nach Meinung der Forscher entwickelten die Wildformen der heutigen Kulturpflanzen diesen Mechanismus, um auf armen, ungedüngten Böden überleben zu können. Doch auch in den heutigen Sorten bliebe diese Fähigkeit erhalten. Neben Tomaten und Kartoffeln konnte der Mechanismus bei vielen weiteren Pflanzenarten nachgewiesen werden, etwa für Petunien, Ziertabak oder das Hirtentäschelkraut.
aid, Jürgen Beckhoff
Zu den Opfern der "Fleischfresser" gehören ganz sicher nicht die jetzt wieder auftretenden Kohlweißlingsraupen. Im Heft "Winke" der Abtei Fulda gibt ein Leser den Tipp, abgeschnittene Zweige vom Liguster zur Abwehr der Falter zwischen die Kohlpflanzen zu legen. An diesen Stellen würden bei ihm keine grünen Raupen mehr zu finden sein.
In PeakFresh-Beuteln bleibt Obst und Gemüse länger frisch
Foto: PeakFresh
Ich ernte mein Gemüse und Obst am liebsten erst dann, wenn ich es direkt verwerten kann, um alle Nährstoffe zu erhalten. Manchmal ist dies aber nicht möglich und ich lagere Vorräte im Kühlschrank oder Keller. Trotz BioFresh-Kühlfach trocknet das Gemüse und Obst nach mehreren Tagen und macht schlapp. Durch Zufall entdeckte ich die neuen
"PEAKfresh Frischebeutel". Ich habe sie ausprobiert und kann die Werbebotschaften nur bestätigen: "Die Beutel wirken wie ein kleines Frischelager, in dem Obst und Gemüse um ein vielfaches länger knackig frisch bleibt, als herkömmlich." Mit Erfolg getestet habe ich unter anderem Paprika, Möhren, Lauch, Pastinaken, Zitronen und Rosenkohl. Sie hielten sich mindestens doppelt so lange wie in einem herkömmlichen Folienbeutel und schimmelten nicht. Die PEAKfresh-Beutel bestehen aus einer speziellen Folie, die mit natürlichen Mineralien versetzt ist. Dadurch kann sie atmen und das Reifegas Ethylen wird minimiert. Die Firma belegt die Unbedenklichkeit der Beutel mit Untersuchungen zweier Institute. Darüber hinaus sei PEAKfresh für die Verpackung von Bio-Obst und –Gemüse durch die "National Association for Sustainable Agriculture Australia (NASAA)" zertifiziert, einem Mitglied der internationalen Ökolandbauvereinigung IFOAM. Die Beutel können bis zu zwei Monate wiederverwendet werden.
Preis für 10 Beutel: 4,95 € zzgl.
Versand bei
Konrad & Schmidt OHG,
Tannhäuserring 59,
68199 Mannheim,
Tel. 01577/1532709, Fax 0621/8355606,
Onlineshop: www.peakfresh.de
Giersch – (k)eine Freude im Garten
von Karin Kaiser
Gierschblüten sind eine Delikatesse
Foto: Wikipedia H. Zell
Vor etwa 25 Jahren wechselte unser Nachbargrundstück seinen Besitzer. Mit Rindenstückchen aus dem Wald wurde die Gartengrenze gemulcht. Auf Höhe unseres Gemüsegartens ging daraufhin eine schön gefiederte Pflanze auf – Giersch. Nun hatten wir neben der Ackerwinde noch ein weiteres „Un"kraut. Über Jahre hinweg bemühten wir uns, es durch Ausreißen der Blätter in Zaum zu halten. Drei Jahre lang legten wir Pappdeckel auf Pappdeckel auf die Stelle. Der Giersch wuchs jedoch frohgemut beim Nachbarn weiter. Wir hatten also von Anfang an keine Chance. Folglich mussten wir uns mit dem Giersch anfreunden. So fragte ich mich, warum er zu uns in den Garten gekommen ist. Das tue ich meistens, wenn eine Pflanze von „außerhalb“ bei uns Wurzeln schlägt. Und in mehr als dreißig Jahren Gartenerfahrung durfte ich lernen, dass Pflanzen oft von sich aus kommen, wenn sie gebraucht werden. Mein Ärger schlug in Interesse um, meine Forscherfreude wurde geweckt. In Büchern fand ich zum Beispiel, dass in der Volksmedizin früher das zerquetschte Kraut bei Ischias, Rheuma, Gicht, Insektenstichen und Wunden eingesetzt wurde. Nach der Kräuterfachfrau Ursel Bühring (Alles über Heilpflanzen – Ulmer-Verlag, GR 4/2008) kann Saft aus jungen Gierschblättern mit der fünffachen Menge Mineralwasser oder Buttermilch verdünnt getrunken werden. Die Autorin empfiehlt eine ansteigende Dosierung zehn Tage lang, jeden Tag einen Esslöffel mehr, einzunehmen.
Junge Gierschblätter stehen schon ab März/April zur Verfügung. Sie sind sehr schmackhaft in Salatmarinade, Kräuterquark, Suppen, pikanten Getreide- und Kartoffelgerichten. Bei mir finden sie Verwendung in Aufläufen, Suppengrün, im Spinat, als Spinatersatz zur Lasagne. Auch in Kräuterpesto, Eier-, Fisch-, Fleisch- und Nudelgerichten passen sie ausgezeichnet. Kleingeschnitten in Hackbraten und Fleischküchle ersetzen sie sogar Petersilie. Die Blüten können wie Hollerdolden durch einen Pfannkuchenteig gezogen und ausgebacken werden.
Große, ausgewachsene Blätter bringen in der Kräuterjauche ihre wertvollen, aus etwa einem Meter Tiefe geholten Mineralstoffe ein. In einer Gartenzeitschrift schrieb ein Leser, dass Giersch vertrieben werden könne, indem die Stellen mit Bohnen bepflanzt würden. Ich habe es bisher nicht ausprobiert. Möglicherweise hält Giersch noch weitere nützliche und gute Überraschungen für uns bereit. Ich jedenfalls möchte ihn aus unserem Garten nicht mehr missen – in Maßen natürlich!
Die Bienenkiste
von Iris Mühlberger
Foto: E. M. Klein
Viele Menschen würden gerne Bienen im eigenen Garten halten, wenn es nur nicht so aufwendig wäre. Mit der neu entwickelten Bienenkiste ist es jetzt möglich, ohne Imker-Vorkenntnisse erfolgreich Bienen zu halten. Es handelt sich um eine einfache, flache Holzkiste, in der die Bienen ihre Naturwaben selbst fest einbauen (Stabilbau). Die Kiste kann mit einer Bauanleitung selbst gebaut oder fertig montiert bestellt werden. Das Konzept wurde von Thomas Radetzki, Demeter-Imkermeister, und Erhard Maria Klein, Mellifera e.V., entwickelt. Der NABU Hamburg hat ihnen dafür 2009 den Hanse Umweltpreis verliehen. Um in das Volk hinein schauen zu können, kann die Kiste, von einem Ständer gestützt, aufrecht gestellt und der Boden abgenommen werden. Der Vorteil dabei ist ein sehr gute Einblick in das Bienenvolk, ohne Waben bewegen zu müssen. Im hinteren Drittel wird der Honigüberschuss abgelagert. Er kann dann später geerntet werden. Der Honig muss nicht geschleudert werden, sondern wird durch eine einfache Filterkonstruktion als Tropfhonig gewonnen. Der Ertrag liegt bei Erhard Maria Klein in Hamburg bei etwa 15 Kilo Honig pro Jahr.
Bienenkiste mit abgenommenen Boden
Foto: E. M. Klein
Die Betriebsweise erfüllt alle Kriterien der wesensgemäßen Demeter-Bienenhaltung. Es werden jedoch einigermaßen ausgewogene Trachtverhältnisse, zum Beispiel in Städten, benötigt. Die Bienen können dann in der Regel auf ihrem eigenen Honig überwintern. Eine Fütterung ist nicht notwendig. Weniger geeignet ist die Bienenkiste für intensive Stoßtrachten, überwiegende Raps- und Waldtrachten oder eine Wanderimkerei.
Innenausbau der Bienenkiste mit den Anfangsstreifen-Leisten
Foto: E. M. Klein
Die Bienenkiste löst die Probleme beim herkömmlichen Stabilbau durch einen "mobilen Stabilbau". Die Waben werden nicht direkt an den Kastendeckel angebaut, sondern an beweglichen Leisten. Im Normalbetrieb müssen diese Leisten nicht bewegt werden. Bei der Honigernte können die Waben dann an den Trägerleisten einfach entnommen werden und brauchen nicht herausgeschnitten zu werden. Weitere Infos zur Bienenhaltung, Imkerlotsen, Schwarmvermittlung, Bestellmöglichkeit und Bauanleitung unter
www.bienenkiste.de
oder bei
Erhard Maria Klein,
Kielkamp 35,
22761 Hamburg,
Tel. 040/89018888
DVD Bienen heilen – Apitherapie an der Fischermühle
Unter dem Motto "Bienen heilen" fand letztes Jahr an der Fischermühle ein Informationstag über die therapeutische Nutzung von Bienenprodukten statt. In der DVD (ca. 60 Minuten) wird der Tag verständlich und informativ zusammengefasst. Es gibt Ausschnitte aus den Vorträgen und Bilder einer Honigmassage, Interviews mit Dr. med. Dietrich Schlodder, Heilpraktiker Jörg Reichert und Imkermeister Thomas Radetzki. Dazu wird die Gewinnung der Bienenprodukte im Bienenvolk gezeigt und Herstellung von Hausmitteln. Rezepte gibt es in einer extra pdf-Datei auf der DVD.
Preis: 9,80 € zzgl. 2,50 € Versand,
bei
Mellifera e.V.,
Fischermühle,
72348 Rosenfeld,
Tel. 07428/945249-0, Fax -99,
mellifera.de
Bantam's Blaues Wunder – Lein gegen Gentechnik säen

Foto: Save our Seeds

Die Aktion Bantam-Mais (GR 3/2009+1/2010) wurde vor vier Jahren von der Initiative "Save Our Seeds" (SOS) in der Zukunftsstiftung Landwirtschaft gegründet. Seitdem haben sich über 50.000 Kleingärtner mit Begeisterung für den Erhalt der Vielfalt und gegen die Ausbreitung von Gentechnik beteiligt. Auch in diesem Jahr soll überall wieder 'Bantam-Mais' wachsen. Neben dem Zuckermais 'Golden Bantam' wird nun auch die Leinsamensorte 'Blaues Wunder' angeboten. Der Vorfall, bei dem zahlreiche Brot- und Müsliprodukte im Sommer 2009 aufgrund gentechnischer Verunreinigungen von Leinsamen-Proben vom Markt genommen wurden, ging durch die Medien. Mit der Aussaat vom 'Blauen Wunder' (bis August) kann dieses Jahr zwar kein eigener Leinsamen mehr geerntet werden (Aussaat März/April), jedoch ist die blaue Blütenpracht wunderschön anzusehen und gleichzeitig ein Zeichen gegen die weitere Verbreitung der Gentechnik.
Infos:
SOS,
Marienstraße 19–20,
10117 Berlin,
Tel. 030/24047146, Fax 27590312,
www.bantam-mais.de
oder Bantam-Shop:
www.bingenheimersaatgut.de
Stunde der Gartenvögel
Foto: NABU, P. d. Santos
Der Naturschutzbund NABU ruft vom 7. bis 9. Mai wieder zu der Mitmach-Aktion mit Verlosung auf. Eine Stunde lang sollen Vögel im Garten gezählt und an den NABU gemeldet werden. Damit soll ein möglichst genaues Bild unserer heimischen Vogelwelt zusammenkommen. Im vergangenen Jahr meldeten mehr als 40.000 Vogelfreunde über 700.000 Beobachtungen. Ungeschlagener Spitzenreiter war wieder der Spatz. Es folgten Amsel, Kohlmeise, Star, Blaumeise und Mehlschwalbe. Viele Vogelarten waren deutlich seltener als in den Jahren davor. Bei 13 der 20 häufigsten ist die Zahl der pro Garten beobachteten Tiere zurückgegangen. Winterempfindliche Arten wie Zaunkönig (minus 23 %) und Rotkehlchen (minus 20 %) waren am stärksten betroffen.
Nähere Infos zur Aktion:
NABU Deutschland,
10108 Berlin,
Tel. 030/284984-6000, Fax -2000,
www.stunde-der-gartenvoegel.de