Demeter Baden-Württemberg
11. Dezember 2017
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Gartenrundbrief 4/2017
Gartenrundbrief 4/2017

Arbeitskalender Juli/August

von Iris Mühlberger

Juli

Schnexagon DoseSchnexagon Dose
Foto: Lugato

Dieses Jahr fiel es mir schwer, den richtigen Pflanzzeitpunkt für meine Tomaten festzulegen. Mitte Mai war es sehr heiß, so dass sie im Freien verbrennen könnten. Danach folgte ein erneuter Kälteeinbruch bis Ende Mai. Ihn habe ich noch abgewartet. Die Pflanzen waren beim Setzen dann schon etwas überständig. Ich denke, dass sie mir trotzdem genügend leckere Früchte schenken werden.

Es gibt immer wieder etwas Neues an der Schneckenfront. Diesmal ist es der Antihaft-Anstrich „Schnexagon“ gegen Schnecken, der ungiftig sein soll, da er aus nachwachsenden Rohstoffen bestehe. Er mache senkrechte Beetumrandungen und Pflanzgefäße ab 20 cm Mindesthöhe zu einer unüberwindbaren Barriere. Schnecken fänden keine Haftung und könnten den Anstrich nicht überkriechen. Schnexagon kann auf viele Untergründe aufgetragen werden, unter anderem Holz, Kunststoff, Stein, Terracotta oder Metall. Der Anstrich wird mit einem Pinsel 10 cm hoch angebracht. Er halte, je nach Witterung und Schutz, fünf Wochen bis zu einer ganzen Gartensaison. Seine Inhaltsstoffe sind: Lein-, Holz-, Rizinusöl, Baumharze, Tenside und Trockenstoffe wie Calcium, Mangan und Kobalt. Schnexagon ist laut der Betriebsmittelliste für den ökologischen Anbau im Demeter- und Bio-Anbau zugelassen. Bezugsquellen sind Garten- und Baumärkte

Zur Pflanzenstärkung spritze ich in der ersten Monatshälfte nochmals auf den Boden und alle Kulturen Ackerschachtelhalm. Zeigen sich Schäden durch Pilzkrankheiten wie Mehltau, sollte die Behandlung an drei aufeinander folgenden Tagen wiederholt werden. Ich nehme fertigen Schachtelhalmextrakt. Mehr über Schachtelhalm im biodynamischen Anbau im GR 1/2015.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt das Biodynamische Hornkieselpräparat anzuwenden. Es fördert Blatt-, Blüten- und Fruchtbildung der Pflanzen, macht sie widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten und begünstigt Ausreifen, Aroma und Haltbarkeit. Das Präparat wird erst ausgebracht, wenn die Frucht der Pflanze zu erkennen ist: Das heißt, die Möhrenwurzel wird rötlich, Tomaten sind haselnussgroß oder die Herzblätter von Salat oder Kohl drehen sich ein. Hornkiesel wird an einem schönen Tag bei Sonnenaufgang eine Stunde lang gerührt und danach fein auf die Pflanzen gespritzt. Alles über das Ausbringen und Lagern der Präparate steht im Buch „Anleitung zur Anwendung der Biologisch-Dynamischen Präparate“ von Christian von Wistinghausen (✝).
Verlag Lebendige Erde Darmstadt, 92 S. ISBN 109-921536-64-2, 10,– € zzgl. Versand oder unter Biodynamische-Buchtipps


August

Die Bio-Gärtnerschürze hat extra Taschen für ZubehörDie Bio-Gärtnerschürze hat extra Taschen für Zubehör
Foto: Kaya & Kato
Eine Bio-Schürze mit LatzEine Bio-Schürze mit Latz
Foto: Kaya & Kato

Jetzt gibt es erste fair produzierte Gärtnerschürzen aus Bio-Baumwolle. Das neue Kölner Label „Kaya & Kato“ stellt Arbeitskleidung und Einkaufstaschen her, bei denen Fairness und Respekt für Mensch und Umwelt im Vordergrund stehen. Faire Abnahmepreise, Löhne und Arbeitsbedingungen seien in der Herstellungskette von der Baumwollpflanze bis zum fertigen Produkt ein Muss. Aber auch Design, Qualität und Funktionalität seien Kriterien, auf die das Kölner Team größten Wert lege. Gemeinsam mit dem Partner „cotonea“ unterstützen sie Projekte in Uganda und Kirgisistan, um Baumwollbauern vor Ort ihre Lebensgrundlage zu sichern. Die Baumwolle werde kontrolliert biologisch angebaut. Monokultur werde vermieden und eine Fruchtfolge eingehalten. Die Ernte der Baumwolle erfolge von Hand, wodurch eine höhere Qualität erzielt würde.
Preise: von 33,90 € bis 49,90 € inkl. Versand.
Kaya & Kato, Maria-Hilf-Str. 15–17, 50677 Köln, Tel. 0221/64307012, Fax -67782619, www.kaya-kato.de