Demeter Baden-Württemberg
17. Januar 2018
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Gartenrundbrief 1/2018
Gartenrundbrief 1/2018

Gesangskünstler ist Vogel des Jahres


Foto: Nabu/Dorff

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV haben den Star zum „Vogel des Jahres 2018“ gewählt. Er ist bekannt als Allerweltsvogel. „Seine Präsenz täuscht jedoch, denn der Starenbestand nimmt ab“, erklärt der NABU. „Eine Million Starenpaare haben wir alleine in Deutschland in nur zwei Jahrzehnten verloren“, stellt der LBV Vorsitzende und Ornitho loge, Dr. Norbert Schäffer, fest. In der aktuellen Roten Liste (RL) sei der Star sogar von „ungefährdet“ (RL 2007), um gleich zwei Stufen, auf „gefährdet“ (RL 2015) hochgesetzt worden. Der Bestand des Gesangskünstlers schwanke in Deutschland jährlich zwischen drei und 4,5 Millionen Paaren, je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg. Das seien etwa zehn Prozent des europäischen Bestandes. Gründe für seinen Rückgang seien vorrangig der Verlust und die intensive Nutzung von Weiden, Wiesen und Feldern, auf denen der Vogel nicht mehr genug Nahrung finde. Der urbane Geselle nutzt Baumhöhlen, Hohlräume an Häusern und Nistkästen zum Nestbau (Seite 3). Hierbei können ihn Gärtner sehr gut unterstützen, indem sie alte Bäume stehen lassen und/oder künstliche Wohnungen anbieten. Der Star ist ein Imitationskünstler. So kann er zum Beispiel andere Vögel, Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen, perfekt nachmachen. Der Allerweltsvogel ist Kurzstreckenzieher, Teilzieher oder Standvogel. Mitteleuropäische Stare ziehen zum Großteil bis in den südlichen Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Manche verzichten jedoch vermehrt auf die strapaziösen Reisen und überwintern vor allem im Südwesten Deutschlands. www.Vogel-des-Jahres.de