Was sind Hybridsorten?

Was sind Hybridsorten?

Sie passen nicht in einen Biogarten

Hybride entstehen aus der Kreuzung künstlich erzeugter Inzuchtlinien. Da die meisten Gemüsearten Fremdbefruchter (also mischerbig) sind, müssen sie durch erzwungene Selbstbefruchtung reinerbig gemacht werden. Während des mehrjährigen Inzuchtprozesses degenerieren diese Elternlinien. Kreuzt man zwei reinerbige Elternlinien, entstehen in der nächsten Generation (F1 genannt) Hybride mit einheitlichen Formen, großen Früchten und hohen Erträgen. Diese Eigenschaften werden jedoch nicht weitervererbt. Hybridsorten sind daher nicht nachbaufähig, was auch als „nicht samenfest“ bezeichnet wird und müssen jedes Jahr neu gekauft werden. Hybride sind gegenüber samenfesten Sorten oft wässriger und zeigen ein schlechteres Reifevermögen. Ihre Nahrungsqualität ist umstritten.
Raphael Hartmann, Demeter Bayern im Gartenrundbrief